Die Weidezeit beginnt meist Mitte April und endet Anfang Oktober. Um die Weide effektiv nutzen zu können, benötigt sie eine angemessene Pflege. Wir geben Ihnen Tipps, damit es mit der Weidepflege und Nachsaat funktioniert.

Die Weidepflege sollte nicht vernachlässigt werden.
1. Das Abschleppen der Weide beseitigt Maulwurfshügel und beugt der Lückenbildung auf der Wiese vor. Unkräuter haben somit weniger Chancen, sich auszubreiten. Auch die Geilstellenbildung wird gemindert, da sich der liegengebliebene Kot gleichmäßig verteilt.
2. Durch das Absammeln des Kots sinkt der Infektionsdruck für die Pferde durch Würmer und Parasiten. Die Maßnahme kann auch der Bildung von Geilstellen entgegen wirken.
3. Ein Reinigungsschnitt fördert die Grasnarbenbildung und beugt dem Aussamen und der weiteren Verbreitung von Brennnessel, Ampfer und Distel vor. Die Wuchshöhe sollte nach dem Schnitt ca. fünf bis sieben cm betragen.
4. Jakobskreuzkraut, Herbstzeitlose und andere Giftpflanzen können eine Gefahr für die Pferde darstellen. Bei einem geringen Aufkommen lassen sich die Pflanzen noch von Hand entfernen. Aber Achtung: Aufgrund des enthaltenen Giftes empfiehlt es sich, beim Ausstechen Handschuhe zu tragen.
5. Die Wasserversorgung auf der Weide ist wichtig für das Pferd. Ansonsten kann es zu Durchfall, Leistungsabfall und Abgeschlagenheit kommen. Wasser muss immer in einwandfreier Qualität und ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
6. Je nach Beschaffenheit des Weidezauns kann es z.B. zum Abfaulen der Pfähle kommen. Eine regelmäßige Überprüfung, um mögliche Gefahrenquellen und Ausbruchsmöglichkeiten festzustellen sowie die Verletzungsgefahr gering zu halten, ist zu empfehlen.
7. Auch am Stromband/Seil und den Isolatoren können Schäden auftreten. Die Stromspannung kann man mittels eines Zaunspannungsmessers ermitteln.
8. Bei Lückenbildung ist eine zügige Nachsaat empfehlenswert. Sie kann einer Ausbreitung von Unkraut, Feingras und Giftpflanzen wie z.B. dem Jakobskreuzkraut vorbeugen.
Nachsaat – wann ist der richtige Zeitpunkt?
Schauen wir uns die Weide nochmal genauer an, so dient sie als Grundnahrungsmittel unserer Pferde. Für eine gute Grundversorgung muss das Gras ausreichend Energie liefern.
Mit den ersten Sonnenstrahlen wächst das Weidegras rasch hoch. Eine Nachsaat macht deshalb wenig Sinn, denn die Grassamen können dem hohen Druck der bereits vorhandenen Gräser nicht standhalten. Förderlich hierfür ist die Zeit nach dem ersten Schnitt bis Ende September. Der genaue Zeitpunkt ist jedoch abhängig von der Wiesenlage und den dortigen Niederschlägen. Hier haben sich vor allem Sorten wie Deutsches Weidelgras, Knaulgras, Wiesenlieschgras und Wiesenschwingel bewährt. Sie sind besonders widerstandsfähig.
Die Nachsaat eignet sich hervorragend um entstandene Lücken im Bestand aufzufüllen. Diese entstehen durch z.B. Trittschäden. Die Bekämpfung eines starken Unkrautbewuchses sollte vor der Nachsaat erfolgen. Nur hierdurch hat der Grassamen die Chance, sich im Konkurrenzdruck zu behaupten.
Sie haben Fragen zur optimalen Weidepflege und Nachsaat? Unser Expertenteam ist selbstverständlich für Sie da. Melden Sie sich einfach unter der kostenlosen Hotline unter 0800 – 627 83 74 oder schicken Sie uns eine E-Mail an info@masterhorse.de.
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