
Gerade bei Fohlen sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Mangan geachtet werden.
Ein Spurenelement, das in der Pferdefütterung gerne in Vergessenheit gerät, ist das Mangan. Dabei beteiligt es sich an vielen Prozessen im Pferdekörper wie z.B. dem Muskelstoffwechsel und ist am Knochen- und Gelenksaufbau maßgeblich beteiligt. Wie haben unsere Experten einmal gefragt, was es mit dem Mangan so auf sich hat:
Wo speichert das Pferd Mangan?
Kalzium steckt in den Knochen, Magnesium ebenfalls in den Knochen und in der Muskulatur, eben dort speichert das Pferd auch Selen. Dies und viele andere Mengen- und Spurenelemente lassen sich einfach lokalisieren. Aber wo findet man Mangan im tierischen Körper?
– im Skelett
– in der Leber
– in der Bauchspeicheldrüse
– in den Nieren
– in den Eierstöcken
Damit wirkt sich ein Manganmangel – gemäß der Literatur – negativ auf die Fruchtbarkeit, die Leberfunktion sowie die Knochen- und Zahnbildung aus. Bei jungen Tieren kann es im Falle eines Mangels darüber hinaus zu Fehlstellungen, Gelenksdegenerationen und Knochenauftreibungen kommen. Darüber hinaus führt ein Manganmangel unweigerlich zum Knorpelabbau.
Symptome:
Leider gibt es nicht viele spezifische Symptome, die auf einen Mangel an Mangan hindeuten. Was allerdings ein Anzeichen sein könnte, wäre eine Pigmentierungsstörung um die Augen. Oft wird diese auch als „Kupferbrille“ tituliert. Meist bedeutet diese aber einen Manganmangel, der bereits im Mutterleib entstanden sein kann und sich später durch Sport, Stress und Fehlernährung manifestiert hat. Denn der Bedarf an Mangan steigt in Situationen wie Hochleistungssport aber auch Sonneneinstrahlung und Stress sowie wie im letzten Drittel der Trächtigkeit. Bei der Aufzucht von Jungpferden sollte in Hinblick auf die Entwicklung von Knorpeln, Knochen und Muskeln ebenso auf eine ausreichende Mangan-Versorgung geachtet werden.
Natürliche Manganzufuhr:
Bestenfalls kann der Bedarf von etwa 100mg/100 Kilogramm Körpergewicht durch manganreiches Heu gedeckt werden. Allerdings schwanken die Gehalte im Heu sehr stark, weshalb es nicht selten zu Manganmangelerscheinungen – gerade in der Aufzucht – kommt. Mögliche Folgeerkrankungen können Kissing Spines, Osteochondrosis und Muskelerkrankungen sein. Manchmal hilft allerdings bereits ein Griff in die Kräuterkiste, um dem Manganmangel Abhilfe zu verschaffen: Brennnessel, Hagebutte, Hafer und Löwenzahn sind beispielsweise Pflanzen, die für ihren hohen Anteil an Mangan bekannt sind.
Nicht immer ist es ganz einfach zu erkennen, ob unsere Pferde an einem Mangel leiden und wenn ja an welchem. Auch die Interpretation der Blutbilder gestaltet sich oftmals als nicht ganz eindeutig. Gerne stehen wir Ihnen bei der Zusammenstellung der geeigneten Futterration zur Seite, so dass Ihr Pferd optimal mit allem versorgt wird, was es in seiner aktuellen Lebensphase benötigt.
Ihr MASTERHORSE-Team
