Auf den ersten Blick wirkt ein Pferd, das unter Shivering leidet, kerngesund. Es lässt sich meist problemlos reiten und führen. Kritisch wird es beim Hufauskratzen und Rückwärtsrichten, dann setzen die Muskelkrämpfe und das Zittern ein. Es sind vor allem die Hinterbeine betroffen, das Shivering-Syndrom kann aber auch an den Vorderbeinen und im Gesicht auftreten.

Die Krankheit ist nicht rassespezifisch, man beobachtet allerdings eine Häufung bei Kaltblütern und großen Warmblütern (> 1,73 m), Ponys zeigen sehr selten Symptome. Studien haben gezeigt, dass Hengste und Wallache öfters betroffen sind als Stuten, dies kann ein Indiz für eine hormonelle Ursache sein.

Neben den bereits oben erwähnten Problemen gibt es weitere Symptome für Shivering beim Pferd:

  • Die Beine werden ruckartig gestreckt.
  • Gleichgewichtsprobleme beim Hufeaufheben und Rückwärtsrichten
  • Pferde lassen das betroffene Beine so lange angezogen bis der Krampf sich gelöst hat und setzen es dann langsam ab.

Es gibt noch kein standardisiertes Diagnoseverfahren für Shivering. Ein Tierarzt muss anhand seiner Erfahrung erkennen, ob es sich um Shivering handelt oder nicht. Ähnliche Symptome treten bei Problemen mit dem Knieband, Kissing Spines oder Hahnentritt auf.

Die Ursache dieser chronischen, vermutlich nicht schmerzhaften und langsam fortschreitenden neuromuskulären Störung ist noch nicht geklärt. Es werden im Moment verschiedene Auslöser diskutiert:

Vorwärts Aussteigen fällt Pferden mit Shivering leichter.

  • Hormonelle Ursachen
  • Neurologisch bedingt
  • Unregelmäßigkeiten im Muskelstoffwechsel
  • Vererbung
  • Infekte
  • Traumata

Haltung eines Pferdes mit Shivering

Shivering beim Pferd ist nicht heilbar. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, wie man dem Pferd das Leben leichter machen kann:

  • Ausreichend Platz: So bleiben die Pferde in Bewegung und müssen nicht eng wenden oder rückwärts gehen.
  • Hufschmied: Wenn möglich nicht beschlagen; sind Eisen notwendig, so ist eine Sedierung empfehlenswert.
  • Stress vermeiden: Pferde langsam an neue Situationen gewöhnen.
  • Hänger fahren: Pferdeanhänger mit Frontausstieg sind besonders für Pferde mit Shivering geeignet.
  • Training: Der Muskelstoffwechsel bleibt in Schwung und die Muskulatur kräftig.
  • Manuelle Therapien: „Massagen“ durch einen Physiotherapeuten oder Osteopathen lockern die verspannte Muskulatur.

Was müssen Sie seitens der Fütterung beachten?

Auch über die Fütterung kann man die Symptome bei Shivering erfolgreich reduzieren. Bewährt hat sich eine stärke- und zuckerarme Fütterung ohne oder nur mit sehr wenig Getreide. Als alternative Energiequellen kommen fett- und faserreiche Komponenten in Frage, wie zum Beispiel das MASTERHORSE FASER-PLUS oder MASTERHORSE LEINÖL. Eine besonders wichtige Rolle spielt auch die Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementversorgung. Im Fokus stehen vor allem die Magnesium- und Manganversorgung. Ein hochwertiges Mineralfutter wie das MASTERHORSE BASIS-METABOL deckt den Bedarf optimal ab. Zur Stärkung des Nervenkostüms eignet sich eine Kombination aus Magnesium und Tryptophan, wie man sie in MASTERHORSE MAG-PRO findet.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zum Thema Shivering. Haben Sie noch Fragen zum Thema Shivering, zur Fütterung Ihres Pferdes oder zu unseren Produkten? Das MASTERHORSE Beratungs-Team hilft Ihnen telefonisch (Freecall D 0800 6278374) oder per E-Mail (info@masterhorse.de) gerne weiter.

 

1 Antwort
  1. Karsten sagte:

    Sehr schöner Artikel!

    Ich las letztens auch eine Studie bzgl. des Borna Virus und diese stellte fest, dass ca. 60% aller Pferde davon betroffen sind. Gibt es solche Zahlen auch bzgl. Shivering ? Würde mich echt interessieren! Ansonsten wirklich guter Artikel! Macht weiter so und bleibt gesund. LG

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert