Aktuelles Thema: Wurmkur
Wer – wie die Experten es raten – viermal im Jahr entwurmt, sollte sich aktuell über einen sinnvollen Zeitpunkt für die Herbstentwurmung Gedanken machen. Aus diesem Grund haben wir diesen Blogeintrag dem wichtigen Thema gewidmet.

Fit und entwurmt durch den Herbst
Warum entwurmen?
Ziel der regelmäßigen Entwurmung sind gesunde und nahezu parasitenfreie Pferde. Außerdem gilt es, das Risiko eines Parasitenbefalls innerhalb eines Bestandes auf ein Minimum zu reduzieren, um erneuten Erkrankungen und Schädigungen vorzubeugen. Magendasseln, Band- und Rundwürmer sind die „Schmarotzer“, die unsere Pferde betreffen. Um über das Jahr hinweg gegen alle drei Gruppen gefeit zu sein, sollte man je nach Jahreszeit unterschiedliche Wirkstoffe einsetzen.
Womit wann entwurmen?
– im Frühjahr: gegen Rundwürmer
– im Sommer: gegen Rund- und Bandwürmer
– im Spätsommer: gegen Rundwürmer
– nach der Koppelsaison: gegen Rund- und Bandwürmer und Magendasseln
Aus aktuellem Anlass: Die Rundwürmer unter der Lupe
Ein großer Teil der Rundwürmer legt seine Eier im Darm des Pferdes ab. Diese können dann über den Kot ausgeschieden und über kontaminiertes Gras wieder über das Maul aufgenommen werden. Die Larven wandern von dort an durch den Körper, können dabei erheblichen Schaden an diversen Organen anrichten, um sich anschließend wieder im Darm anzusiedeln. Bei einem Befall mit Rundwürmern kann es neben Durchfall und Gewichtsverlust auch zu Blutarmut, Appetitverlust und allgemeiner Schwäche kommen. Daher sollte die Wurmkur im Spätsommer / Herbst ebenfalls nicht auf die sprichwörtliche leichte Schulter genommen werden.
„Entwurmen“ ohne Paste – geht das?
Beim selektiven Entwurmen werden in regelmäßigen Abständen Pferdeäpfel auf die enthaltene Anzahl von Wurmeiern untersucht. Mit einer Wurmpaste behandelt wird das Pferd nur bei starkem Befall. Doch Achtung, die – auf den ersten Blick gut klingende – Maßnahme ohne Paste birgt deutliche Risiken: Zum einen geben nur weibliche Würmer Eier ab – männliche Würmer fallen demnach schon einmal durch das Raster der Nachweisbarkeit. Doch auch bei einem Befall durch einen weiblichen Wurm sind nicht permanent Eier im Körper des Wirtes vorhanden. Ob ein Pferd mit Magendasseln befallen ist, lässt sich mit Hilfe einer Kotprobe überhaupt nicht feststellen. Und auch Bandwürmer sind nicht immer eindeutig nachweisbar: Trotz zum Teil hochgradiger Verwurmung kommt es ab und an zu negativen Kotproben. Daher sollten Sie zumindest die beiden wichtigen Wurmkuren im Frühjahr und im Herbst verabreichen. Immer wieder auf dem Markt auftauchende, spezielle Anti-Wurm-Futtermittel empfehlen wir nicht, da die enthaltenen Kräuter ausschließlich der Leber, die diese verstoffwechseln muss, schaden; nicht aber den Parasiten.


