Auch wenn die Nerven blank liegen, können Kräuter eine gute Alternative sein.

Möglichkeit 1: das Zufüttern von B-Vitaminen
B-Vitamine sind essenziell für die Konzentrationsfähigkeit – denn wir kennen es, auch Pferde arbeiten werden im Laufe der Arbeit nach und nach unaufmerksamer. Ursache hierfür kann ein Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit sein. Und hier kommen die B-Vitamine ins Spiel: Sie sind besonders wichtig für den Energiestoffwechsel der Nerven- und Gehirnzellen. Das bedeutet, dass sie die Aktivität dieser Zellen erhöhen und so die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit des Pferdes verbessern können.

Möglichkeit 2: das Zufüttern von Magnesium
Fehlt dem Pferd Mangel, kann das Pferd plötzlich schreckhaft werden. Gut zu wissen: Manchmal reicht sogar starkes Schwitzen aus, dass es zu einem Magnesiummangel kommt, der zu vermehrter Schreckhaftigkeit führt. Denn Magnesium erfüllt wichtige Funktionen bei der Erregungsweiterleitung in den Nervenzellen und der Impulsübertragung auf die Muskulatur. Die Fütterung von Magnesium wirkt sich in diesem Fall positiv auf die Übertragung der Nervenreize aus und ängstliche Pferde werden zusehends mutiger.

Möglichkeit 2: das Zufüttern von Tryptophan
Spricht man über nervöse Pferde, fällt nicht selten das Stichwort „Tryptophan“. Doch was ist das eigentlich genau? Tryptophan ist eine Vorstufe des Hormons Serotonin und ein sogenannter Neurotransmitter. Dabei handelt es sich um Botenstoffe, die die Erregung von einer Nervenzelle auf andere Zellen übertragen. Und diese spielen unter anderem für die Stimmungslage des Pferdes eine große Rolle. Ein Mangel an Tryptophan und somit ein niedriger Serotoninspiegel im Körper können verantwortlich sein für Schreckhaftigkeit, Unkonzentriertheit und Anspannung. Wichtig zu wissen: Vor allem in Herbst und Winter, wenn die Tage kürzer sind, hat der Körper einen erhöhten Bedarf an Tryptophan – was erklärt, warum die Pferde gerade zu dieser Jahreszeit ungewohnt schreckhaft sein können. Erhalten sie über das Futter eine Extraportion Tryptophan, kann der Serotoninspiegel im Gehirn angehoben werden. Und dann sind sie auch wieder da, die leistungsbereiten und nervenstarken Tiere.

Möglichkeit 3: das Zufüttern von Kräutern
Die nativen, sprich natürlichen, Wirkstoffe in Kräutern wie Baldrian, Hopfen oder Melisse haben beruhigende Eigenschaften auf das Gemüt und die Nerven des Pferdes. Und gerade in für das Tier ungewohnten Situationen wie ein Stall- oder Herdenwechsel oder ein Ereignis bevor, das zu einer Überreaktion bzw. Überreizbarkeit beim Pferd führen könnte wie das Feuerwerk an Silvester oder eine lange Hängerfahrt, kann man bereits ein bis zwei Wochen vorher mit der Fütterung sogenannter „Nervenkräuter“ beginnen. Auch bei länger anhaltenden und für das Pferd unangenehmen Umständen (Boxenruhe, Krankheit, Schmerzen), die Unwohlsein oder Unruhe beim Pferd hervorrufen könnten, sind Kräuter neben Magnesium und Tryptophan eine gute Alternative. Sie können sanft auf das Nervenkostüm des Pferdes einwirken und so helfen, die Stresssituation besser zu meistern.

Viele weitere Informationen gibt es auch in unserem zugehörigen, hier verlinkten Expertentipp – viel Vergnügen beim Weiterlesen!

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