Wenn wir Menschen auf ein Stück Ingwerwurzel beißen, kann es durchaus sein, dass unsere Sinne verrücktspielen: Die Zunge brennt, uns wird es heiß, die Wangen röten sich und die Nase läuft. Das liegt an dem hohen Gehalt an Scharfstoffen, die die Wurzeln des Ingwers (Zingiber offizinale) zusätzlich zu ätherischen Ölen und Bitterstoffen enthalten. Und so geht es auch unseren Pferden. Doch sie sollten sich, ebenso wie wir, in manchen Problemsituationen an den scharfen Geschmack gewöhnen. Dazu verwendet man den Ingwer am besten nicht frisch und klein geschnitten, da er so besonders scharf schmeckt. Die getrocknet Variante in Form von Granulat hat sich als für Pferde akzeptabel erwiesen. Doch auch daran müssen sich die meisten Pferde erst einmal gewöhnen. Wir empfehlen daher stets, Produkte, die Ingwer enthalten, zunächst nur in kleinsten Mengen zufüttern, die dann nach und nach bis hin zur benötigten Dosis gesteigert werden können.
Der Ingwer leistet den Pferden treue Dienste bei

Die scharfe Heilpflanze: Ingwer.
– Schmerzen,
– Entzündungen,
– Durchblutungsstörungen,
– Bewegungsunlust,
– Appetitlosigkeit,
– der Speichelbildung,
– der Produktion von Speichel, Magen- und Gallensaft sowie
– der Anregung der Verdauung.
Daher eignet sich eine Gabe bei sämtlichen Entzündungen, Arthrosen, generell bei Gelenkerkrankungen oder bei Hufrehe. Ältere Pferde, bei denen die allgemeinen Körperfunktionen langsam nachlassen, verhilft er zu Lebensfreude und besser funktionierenden Stoffwechselvorgängen.
Vorsicht: Der Ingwer steht auf der Liste der verbotenen Inhaltsstoffe der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Um auf dem Turnier starten zu können, sollte die Fütterung mindestens 48 Stunden vor dem Start eingestellt werden.
