
Schleimig-eitriger Nasenausfluss kann ein Anzeichen für eine Lungenentzündung beim Pferd sein.
Hustet das Pferd, klingeln bei den Pferdehaltern die Alarmglocken: Handelt es sich um die ersten Anzeichen einer Lungenentzündung? Besondere Aufmerksamkeit ist gefragt, wenn das körpereigene Abwehrsystem des Pferdes bereits durch andere Faktoren geschwächt ist, so dass die Entwicklung einer Lungenentzündung nicht wirkungsvoll verhindert werden kann. Vor allem Fohlen und alte Pferde mit einem schwächeren Immunsystem oder Sportpferde, die häufig auf weiten Transporten unterwegs und großem Stress ausgesetzt sind, zeigen sich anfälliger für Pneumonien als andere Pferde. Aber auch schlechte Haltungsbedingungen mit unsauber entmisteten Stallungen und einer hohen Ammoniakbelastung können die Lungenabwehr schwächen.
Symptome, die auf eine akut entzündliche und infektiöse Lungenentzündung beim Pferd hindeuten, sind:
- Fieber
- Abgeschlagenheit
- Angestrengte, schnellere Atmung
- stark sichtbare Bauchpresse beim Atmen
- sogenanntes „Afteratmen“ (der After des Pferdes bewegt sich rhythmisch mit der Atmung)
- trockener oder feuchter Husten (ausgehustetes Sekret häufig eitrig oder schleimig)
- schleimig-eitriger Nasenausfluss
Nimmt man eine Lungenentzündung nicht ernst und leitet keine Behandlung ein, kann diese schnell chronisch werden. Damit wird nicht nur die Therapie beschwerlich, auch das Lungengewebe kann nachhaltig geschädigt werden, was den Einsatz als Reitpferd im Nachhinein stark einschränken kann. Achtung: Bleibt die Lungenentzündung zu lange nicht behandelt, besteht zusätzlich die Gefahr, dass Krankheitserreger die Barrieren der Pferdelunge überwinden. Wenn sie sich in anderen Teilen des Körpers ansiedeln, können sie lebensbedrohliche Zustände hervorrufen. Aus diesem Grund ist bei einem Verdacht auf eine Lungenentzündung der Tierarzt der richtige Ansprechpartner, der häufig auf den Einsatz von Antibiotika zurückgreift. Wird die Therapie rechtzeitig eingeleitet, kann die Entzündung häufig vollständig ausheilen.
Pferde mit Lungenerkrankungen sollten sich weitestgehend in staubarmer Umgebung aufhalten können. Bei der Fütterung sollte darauf geachtet werden, dass sie nur hygienisch einwandfreies Grundfutter verabreicht bekommen. Doch gerade beim Heu stehen die Stallbesitzer in solch einem Problemfall häufig vor einer großen Aufgabe. Als Alternative empfehlen sich dann die warmluftgetrockneten Heu-Cobs. Um das Ausheilen einer Lungenentzündung zu unterstützen ist es außerdem sinnvoll, dem Pferd zusätzlich Spezialfutter anzubieten, die die Erholung des Lungengewebes fördern. Sehr gerne stehen Ihnen unsere Experten bei der Auswahl aus unserem Sortiment beratend zur Seite.
Auch unser aktueller Expertentipp beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema akut entzündliche und infektiöse Lungenentzündung beim Pferd. Viel Vergnügen beim Weiterlesen wünscht
Das MASTERHORSE-Team



