PSSM2 – Wenn die Muskulatur schwach wird
Über PSSM2 wird im Moment viel berichtet, doch was hat es mit dieser Muskelerkrankung auf sich? PSSM steht für „Polysaccharid Speicher Myopathie“. Es gibt PSSM1 und PSSM2, beide Krankheiten sind allerdings sehr unterschiedlich. Bei PSSM1 kommt es zu einer übermäßigen Ansammlung von Glykogen in der Muskulatur, welches zu Problemen führt. PSSM2 führt zu Störungen an den strukturellen Einheiten der Muskulatur. Es gibt zwei Varianten von PSSM2 und zwar die Myofibrilläre Myopathie (MFM) und die wiederkehrende Belastungsmyopathie (Recurrent Exertional Rhabdomyolysis – RER). Sowohl PSSM1, als auch PSSM2 sind auf Gendefekte zurückzuführen. Bei MFM gibt es die Varianten P2, P3, P4, P8 und K1, RER ist auf die Variante Px zurückzuführen. Ob ein Pferd betroffen ist, lässt sich anhand eines Gentestes feststellen. Dazu müssen ein paar Mähnen- oder Schweifhaare mit Wurzel an ein zertifiziertes Labor geschickt werden.
Die Symptome
Die Symptome betreffen die Muskulatur, das Gangbild und das Verhalten:
- Verspannungen
- Muskelschmerzen
- Muskelschwund
- Muskeldellen
- Muskelzittern
- Schwache Hinterhand
- Hoher Muskeltonus
- Unspezifische Lahmheiten
- Generell Probleme im Galopp
- Hüpfender „Bunnyhop“-Galopp
- „Rope Walk“
- Balanceprobleme in den Wendungen
- Aufgrund von Schmerzen bewegungsunwillig
- Freundliche Pferde werden garstig
- Kopfscheu
- Lassen sich nicht gerne anfassen
- Ängstlich
- Explosiv
Die oben genannten Symptome betreffen hauptsächlich Pferde mit MFM, aber auch Pferde mit RER zeigen diese. Typische Symptome für RER treten während oder direkt nach Belastung auf. Betroffene Pferde fangen stark an zu schwitzen, die Muskulatur verspannt sich und beginnt zu zittern, die Tiere möchten sich nicht bewegen. Des Weiteren kann sich der Urin dunkel verfärben.
Die Fütterung
Pferde mit PSSM2 profitieren von einer getreidefreien Fütterung. Eine besonders wichtige Rolle spielt die Versorgung mit hochwertigem Eiweiß. Dies kann sowohl über essenzielle Aminosäuren (Lysin, Methionin, Threonin) als auch über besondere Proteinquellen (z.B. Sojaproteinkonzentrat, Mikroalgen, Leinsamen, Esparsette) erfolgen. Erkrankte Tiere haben einen stark erhöhten Bedarf an Antioxidanzien, diesem wird man mit der Zufütterung von Selen und vor allem Vitamin E gerecht. Der Manganbedarf ist ebenfalls deutlich erhöht. Dies bedeutet, dass neben einem Mineralfutter diese Muskelnährstoffe zusätzlich zugefüttert werden müssen.
Neu bei MASTERHORSE: MUSKEL-PROTECT2
Das spezielle Diät-Ergänzungsfuttermittel MUSKEL-PROTECT2 führt den betroffenen Pferden die Muskel-Vitalstoffe zu, die es im erhöhten Maße benötigt. Als hochwertige Proteinquellen dienen Sojaproteinkonzentrat, Leinsamen und Chlorella, die essenziellen Aminosäuren Lysin, Methionen und Threonin sind in einer bedarfsgerechten Menge zugesetzt. Dem erhöhten Bedarf an Antioxidanzien und Spurenelementen wird dieses Futtermittel ebenfalls gerecht. So stehen dem Pferd die Nährstoffe zur Verfügung, die es für eine kräftige und stabile Muskulatur benötigt. MUSKEL-PROTECT2 schließt Nährstofflücken, so können betroffene Pferde wieder aufmuskeln und sich locker bewegen.
Haltung und Training
Damit die Muskulatur ständig in Bewegung bleibt, benötigen die Pferde viel Auslauf. Ein Offenstall oder ähnliches ist für Pferde mit PSSM2 ideal. Für das Training muss man immer etwas Zeit mitbringen. Die Pferde brauchen eine lange Aufwärm- und Cool down-Phase von jeweils 20 Minuten.
PSSM2 ist eine muskuläre Erkrankung die kontinuierlich fortschreitet, mit der richtigen Fütterung, Haltung und einem angemessenen Training kann man in den meisten Fällen die Symptome lindern und den Prozess verlangsamen.



