Was hat es mit ECVM auf sich?

Die Abkürzung steht für Equine Complex Vertebral Malformation. Hierbei handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung im Bereich der letzten beiden Halswirbel sowie der ersten beiden Rippen. Die Deformation wird vermutlich durch einen Gendefekt ausgelöst und ist somit erblich.

Betroffen sind vor allem die letzten beiden Halswirbel (C6 und C7), manchmal auch der erste Brustwirbel (TH1) sowie die ersten beiden Rippen. An die Wirbelkörper setzen Muskeln an, die für den Trageapparat immens wichtig sind. Deformationen oder falsch angesetzte Muskeln können zu Problemen mit der Halswirbelsäule führen. Die Funktion des Halses als Balancestange ist eingeschränkt, was immense Folgen für die Stabilität des Pferdes haben kann.

Die Symptome bzw. Anzeichen sind u.a.

  • Rittigkeitsprobleme, das Pferd geht gegen die Hand
  • plötzliches Stolpern und Stürzen
  • Ataxie
  • wechselnde Lahmheiten
  • Headshaking
  • hoher Muskeltonus
  • Fesselträgerschäden infolge der Fehlbelastung
  • Unterschiedlich geformte Hufe aufgrund der Fehlbelastung

Eine gesicherte Diagnose ist nur über ein Röntgen der Halswirbelsäule in einem speziellen Winkel möglich.

Da es sich um eine angeborene Malformation handelt, gibt es keine konkrete Prophylaxe. Ziel ist es die Halswirbelsäule und somit die Tragkraft zu stabilisieren, denn kräftige Muskeln geben dem Skelett Halt. Der Muskelaufbau sollte neben einem gezielten Training durch Aminosäurenpräparate wie z.B. MASTERHORSE TRI-POWER-PLUS unterstützt werden. Zusätzlich ist ein Antioxidanzien-reiches Mineralfutter wie das MASTERHORSE SPORT sinnvoll. Der Verschleiß von Gelenken, Sehnen und Bändern lässt sich durch spezielle Ergänzungsfuttermittel wie z.B. MASTERHORSE REPAR G reduzieren.

Regelmäßige Hufschmied- und Zahnarzttermine sind ebenfalls immens wichtig, da sowohl die Huf- als auch die Zahnstellung Auswirkungen auf die Halswirbelsäule haben.