Wickelkauen, vermehrtes Speicheln, langsames und / oder einseitiges Kauen, Nasenausfluss, nicht zermahlenes Getreide im Kot, Vermeidung harter Futtermittel oder Schütteln des Heus, um harte Bestandteile auszusieben – all das sind mögliche Anzeichen dafür, dass Ihr Pferd ein Problem mit seinen Zähnen hat. Doch was genau kann passiert sein? Unsere Experten haben den Pferden einmal auf den Zahn gefühlt.
40 bis 44 Zähne finden sich in einem Pferdemaul:

Optimal auf das Kauen von Raufutter ausgelegt: das Gebiss der Pferde.
– 12 Schneidezähne
– 24 Backenzähne
– null bis vier Hengstzähne
– null bis vier Wolfszähne
Diese haben sich im Laufe der Evolution hervorragend an das Fressen von Raufaser angepasst. Die unregelmäßigen Zahnoberflächen eignen sich bestens für das beständige Kauen und Mahlen, zudem sind diese sehr widerstandsfähig gegen Abnutzung. Schneide- und Backenzähne bilden jeweils eine geschlossene Reihe ohne Zwischenzahnspalten, was ein optimales Schneiden und Mahlen des Futters gewährleistet. Doch bereits der Verlust eines Zahns oder kleine Veränderungen am Gebiss können die Nahrungsaufnahme stark beeinträchtigen und weitere Schädigungen an Zähnen und Kiefer nach sich ziehen. Angeborene Fehlentwicklungen (wenig Zähne, fehlerhafte Zahnstellung), Zahnwechselstörungen oder unregelmäßige Gebissabnutzungen führen so möglicherweise zu
– angebrochenen Zahnstücken,
– Karies,
– Zahnstein oder
– abnormen Gebissveränderungen wie Treppen -, Wellen- oder Scherengebiss
Das wiederum kann den allgemeinen Gesundheitszustand stark beeinträchtigen. Mögliche Folgen können Mundgeruch, vermehrtes Speicheln, wunde Stellen an Zahnfleisch, Zunge oder Lippen, eine verminderte Wasseraufnahme (kaltes Wasser verursacht Schmerzen), Kotwasser, Durchfall, Koliken oder Schlundverstopfungen sein. Auch beim Gebrauch eines Trensengebisses können sich Zahnprobleme bemerkbar machen. Oftmals lassen sich betroffene Pferde nur noch schwer auftrensen, zeigen sich unrittig, halten den Kopf unnatürlich schief, scheuen sich vor der Anlehnung und schlagen vermehrt mit dem Kopf.
Um alldem vorzubeugen bzw. im Falle des Falles schnell eingreifen zu können, empfehlen wir, die Zähne der Pferde in regelmäßigen Abständen kontrollieren zu lassen (bei ausgewachsenen Pferden alle zwei Jahre, bei Senioren in kürzeren Intervallen). Gegebenenfalls können im sedierten Zustand gleich Fehlstellungen durch Einschleifen, Kürzen der Zähne, Extraktionen sowie Anpassungen der Kauflächenwinkel oder des Zahnniveaus vorgenommen werden. Fohlen sollten bereits frühzeitig auf Gebissanomalien untersucht werden, um schwerwiegenden Folgen eventuell noch vorgreifen zu können.
Wichtig: Achten Sie bei Pferden mit Zahnproblemen unbedingt auf eine angepasste Fütterung. Mit den COBs und MASHs aus dem MASTERHORSE-Sortiment können die Pferde – trotz Schmerzen und sogar wenn Zähne fehlen – ausreichend versorgt werden.
Lesenswertes zum Thema Zahnprobleme und den Besuchen beim Pferdezahnarzt finden Sie auch in unserem neusten Expertentipp sowie im Blog.
Viel Vergnügen beim Weiterlesen wünscht Ihnen Ihr MASTERHORSE-Team



