Kalium

Mit Kalium auch an heißen Tagen in Top-Form.

Kalium bringen wir – vor allem jetzt im Sommer – immer mit einem in Verbindung: mit dem Schwitzen. Neben Natrium und Chlorid gehört Kalium zu den lebensnotwendigen Elektrolyten für die Pferde. Es ist maßgeblich an der Funktionsfähigkeit aller Zellen beteiligt. Sehr wichtig ist beispielsweise sein Mitwirken bei der Reizübertragung elektrischer Impulse an Nerven- und Muskelzellen. Die Elektrolyte gehen bei hoher Schweißproduktion schnell verloren. Was dann im Fall von Kalium passiert und wie man dem entgegenwirken kann – das haben wir unsere Experten einmal genau gefragt.

90 % des Kaliums im Pferdekörper steckt in der Lymphflüssigkeit zwischen den Zellen. Um diese Speicher nicht anzugreifen, sollte ein ausgewachsenes Pferd bei mittlerer Belastung ca. 46 mg/kg Körpergewicht am Tag über das Futter zu sich nehmen. Diese Angabe kann je nach Lebensabschnitt und Einsatz stark variieren: Fohlen und Pferde im Wachstum brauchen zum Teil bis zu 200 mg/kg Körpergewicht. Auch Sportpferde, die im Sommer sehr stark ins Schwitzen kommen, haben höhere Bedarfe.

2013 haben Wissenschaftler den sogenannten „Schweißscore“ entwickelt, mit dessen Hilfe man den Schweißverlust bei Arbeit und damit auch den Kalium-Bedarf recht präzise schätzen konnte. Wenn bei einem Sportpferd Flanken und Hals durchgehend nass, die Falten über den Augen dunkel und feucht sind und sich zwischen den Hinterschenkeln bei gut bemuskelten Pferden weißer Schaum bildet, verlieren sie zwischen neun und zwölf Litern Schweiß. Der Kalium-Gehalt beträgt 1,4 g/l Schweiß. Der Bedarf an Kalium im Futter steigt dementsprechend an.

Füttert man in diesen Zeiten nicht genügend Kalium-haltiges Futter, lässt sich das durch folgende Symptome erkennen:

  • Inappetenz
  • Muskelschwäche
  • Wachstumsschwäche in jungen Jahren

Daher sollte man gerade jetzt im Sommer darauf achten, bei Bedarf Elektrolyte zur Hand zu haben. Diese gibt es in verschiedenen Darreichungsformen: Als Pulver, Pellets, flüssig oder auch als Paste. An heißen Turniertagen kann letztere beispielsweise ganz einfach zwischen den Prüfungen oder in den Pausen während eines Distanzrittes gegeben werden. Wichtig dabei ist, den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, um die optimale Wirkung erzielen zu können. Generell gilt, die Elektrolyte vor dem Wasser zu geben, um die bestmögliche Konzentration im Blut zu erreichen. An einem schweißtreibenden Tag können Elektrolyte bis zu fünfmal gegeben werden. Doch Achtung: Elektrolyte lassen sich nur etwa 24 Stunden auf Vorrat füttern. Und nicht vergessen: Bei den gängigen Elektrolytmischungen sind etwa 200 g pro Großpferd und Tag die Obergrenze. Einen Kalium-Überschuss kann das Pferd zwar in den meisten Fällen selbst über die Harnausscheidung regulieren; bei sehr hohen Mengen kann er aber beispielsweise zu Herzrhythmusstörungen führen.

Viele weitere Infos zu Kalium und den anderen Elektrolyten gibt es natürlich auch auf unserer Homepage. Viel Spaß beim Weiterlesen wünscht das MASTERHORSE-Team

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