Gerade bei den sommerlichen Temperaturen ist die Versorgung mit Natrium wichtig, um rasch Verluste durch starkes Schwitzen auszugleichen. Wie äußert sich ein Mangel und wie kann man diesen ausgleichen? Unsere Experten haben sich mit eben diesen Fragen beschäftigt.
Das Mengenelement Natrium gehört zu der Gruppe der Elektrolyte. Hierzu zählen unter anderem auch Chlor und Kalium. Gerade im Sommer steigt der Bedarf an Elektrolyten, da alle drei eine wichtige Rolle im Wasser- sowie an der Regulation des Säure-Basen-Haushalts spielen.

Den Bedarf an Natrium kann man über einen Salzleckstein decken.
Bedarf und Vorkommen von Natrium
Das Pferd benötigt ca. 26 mg Natrium je kg metabolisches Gewicht (=hierzu gehören alle stoffwechselaktiven Bestandteile des Körpers) und Tag. Dabei steigt der Bedarf proportional zur erbringenden Leistung. Die geringen Mengen in Heu, Stroh und Weidegras reichen deshalb nicht aus, um das Pferd optimal zu versorgen. Auch zum Erhalt der Körperfunktionen ist es auf weitere Natriumquellen angewiesen, um die ausreichende Versorgung sicherzustellen. Hierfür eignen sich alle handelsüblichen Salzlecksteine. Diese bestehen aus Natriumchlorid und unterstützen somit den Transport von Nährstoffen innerhalb und außerhalb von Zellen.
In den meisten Fällen verursachen hohe Schweißverluste einen Natriummangel. Dementsprechend sollte der Pferdebesitzer beispielsweise bei intensiven Trainingseinheiten oder Prüfungen bei heißen Temperaturen oder auch bei hoher Luftfeuchtigkeit die ausreichende Versorgung im Blick behalten. Ist diese nicht mehr gewährleistet, kann ein Mangel entstehen. Das Zufüttern von losem Salz oder das Bereitstellen eines Salzlecksteins wirkt diesem entgegen. Der Bedarf kann dabei auf bis zu 100 g bei schwerer Arbeit ansteigen. Somit werden die Verluste ausgeglichen und die Gesundheit und Funktionsweise des Körpers ist sichergestellt. Nur so bleibt das Pferd leistungsstark und kann einem erhöhten Arbeitspensum standhalten.
Ein Natriummangel tritt auch bei
• hohen Blutverlusten,
• schweren Schäden an der Magenschleimhaut,
• oder bei Durchfall
auf.
Gerade Weidepferde leiden häufig unter einem Mangel. Das ständige Lecken an Händen und Gegenständen oder auch das Fressen von Erde kann ein Indiz für einen Natriummangel sein. Weitere Symptome sind Appetitlosigkeit und eine dadurch bedingte Gewichtsabnahme. Hautprobleme wie z.B. trockene Haut lassen ebenfalls auf einen Mangel schließen. Bei einer unzureichenden Versorgung geht der osmotische Druck im Blut zurück. Hierbei handelt es sich um den Verlust von Flüssigkeit im Blut und einer damit verbundenen, verringerten Blutmenge im Kreislauf. Folgen können zum Beispiel Nierenversagen sein.
Eine Überdosierung mit Natrium ist fast unmöglich und kommt beim Pferd auch eher selten vor. Hat ein Pferd dennoch zu viel aufgenommen, sollte es viel trinken, um den Überschuss mit dem Wasser wieder auszuscheiden. Hierdurch wird es vermehrt Harn absetzen. Bei Jungtieren kann man manchmal eine übermäßige Aufnahme beobachten. Sie kann in seltenen Fällen auch zu Durchfall führen, weshalb der Zugang in so einem Fall eingeschränkt werden sollte.
Wichtig: Saugfohlen sollten nicht an einem Salzleckstein lecken, weshalb der Besitzer ihn in entsprechender Höhe anbringen sollte.
Viele weitere Themen rund um die Pferdegesundheit haben wir auf unserer Homepage unter die Lupe genommen. Sehr gerne stehen wir Ihnen auch telefonisch unter 0800 – 627 83 74 oder via E-Mail an info@masterhorse.de zur Seite.
Ihr MASTERHORSE-Team


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