Wer sich diese Frage stellt, stellt meist direkt im Anschluss auch diese: „Und wofür benötigen die Pferde sie?“ Zwei gute Fragen, die wir in diesem Blogeintrag klären. Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine, besser bekannt als Eiweiß. Pferde nehmen über die Nahrung Eiweißbausteine auf, die dann im Magen-Darm-Trakt in Aminosäuren zerlegt werden. Von dort aus gelangen sie zur Leber und anschließend zu den Körperteilen, die sie ebenfalls benötigen. Hier werden sie in unterschiedlicher Menge und Reihenfolge wieder zu Proteinen zusammengesetzt. Fehlt nur eine einzige der Aminosäuren für die benötigte Struktur, so kann das entsprechende Protein nicht gebildet werden. Fehlen essenzielle Aminosäuren über einen längeren Zeitraum in der Futterration, so kann der Körper eine entsprechende Substanz nicht oder nur unzureichend produzieren. Eine mögliche nicht zu unterschätzende Folge kann z.B. Muskelschwäche sein.

Gerade im Sport ist die bedarfsgerechte Versorgung mit Aminosäuren wichtig.
Hier sind wir schon bei der nächsten wichtigen Frage, die sich im Zusammenhang mit den Aminosäuren immer wieder stellt: Was genau sind essenzielle und was nicht essenzielle Aminosäuren? Essenzielle Aminosäuren müssen dem Organismus mit der Nahrung zugeführt werden, während der Körper nicht essenzielle Aminosäuren selbst herstellen kann. Deshalb sollte stets darauf geachtet werden, dass Pferde ausreichend essenzielle Aminosäuren über das Futter bekommen. Die wichtigsten sind:
Lysin zählt zu den wichtigsten Aminosäuren. Ohne diese Bausteine können unterschiedlichste Proteine nicht hergestellt werden. Enzyme, Transportproteine, Antikörper, Hormone und das Blutplasma benötigen diese Aminosäure. Ebenso ist der Aufbau der Knochen, der Haut, der Sehnen und insbesondere der Muskulatur ohne Lysin nicht möglich. Eine bekannte, im Organismus aus Lysin und Methionin hergestellte Eiweißverbindung, ist u. a. das L-Carnitin. Es unterstützt die Energiezufuhr in die Muskelzellen und fördert die Entgiftung der in der Muskulatur durch Bewegung entstehenden toxisch wirkenden Substanzen (z. B. Laktat). Somit ist Lysin daran beteiligt, muskuläre Schwächen oder schmerzhafte Muskelbeschwerden zu vermeiden.
Methionin ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil etlicher Proteine, sondern ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt. Es hat eine bedeutende Funktion in der Entgiftung sowie im Nieren- und Leberstoffwechsel und wirkt antioxidativ. Außerdem unterstützt es die Bildung von Körpergeweben wie z.B. Muskulatur oder stabiler Hornsubstanz. Ein Mangel hat demnach nicht nur einen Verlust an Körpersubstanz zur Folge, sondern kann auch Leberschäden, Allergien, Ekzeme und Wundheilungsstörungen begünstigen.
Tryptophan wird vom Stoffwechsel unter anderem zu dem “Wohlfühlhormon” Serotonin umgewandelt. Bei einem Mangel kommt es daher zu Unausgeglichenheit, Übererregbarkeit und auch Lustlosigkeit. Achtung: Serotonin wird rasch verbraucht, deshalb ist eine regelmäßige Zufuhr für das Wohlergehen und die Ausgeglichenheit der Pferde unumgänglich.
Threonin unterstützt die Proteinbildung in der Muskulatur und ist damit auch beim Pferd entscheidend am Muskelaufbau beteiligt.
Vor allem in Mehrbedarf-Situationen wie
- im Sport
- im Wachstum
- in der Zucht
- bei älteren und kranken Pferden
ist die Versorgung mit Aminosäuren besonders wichtig.
Selbstverständlich finden Sie in unserem Sortiment einige Produkte zur optimalen Aminosäuren-Versorgung der Pferde. Im Zweifelsfall helfen wir auch gerne bei der Auswahl.
Ihr MASTERHORSE-Team


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