Ekzem, Ekzemer, Hautprobleme Pferd

Eine Möglichkeit für Pferde mit Sommerekzem: spezielle Decken, die den Körper fast ganz bedecken.

Aktuell leiden die am Sommerekzem erkrankten Pferde wieder besonders unter den schwül-warmen Temperaturen. Denn diese sind das absolute Wohlfühlwetter der Stechmücken. Auf deren Gift reagiert ein „Ekzemer“ sofort mit Juckreiz, gefolgt von Schwellungen und Entzündungen. Auch wenn die Heilungschancen sehr gering sind, reagieren Pferde auf entsprechende ganzjährige Fütterungskonzepte in Verbindung mit einer konsequenten hochwertigen Vitalstoffversorgung sehr positiv. Ganz entscheidend ist eine bereits während den mückenfreien Wintermonaten beginnende Therapie. Hier hat die strapazierte Haut die Möglichkeit, sich zu erholen und der Stoffwechsel kann sich ideal auf die nächste Saison vorbereiten.

Jeder der ein ekzemgeplagtes Pferd besitzt hat sicherlich bereits die Erfahrung gemacht, dass die Reaktion der Pferde auf diverse Pflegemittel komplett unterschiedlich sein kann. Und selbst wenn man in einer Saison denkt, das „Non plus Ultra“ für sein Pferd gefunden zu haben, kann das im nächsten Sommer schon wieder völlig wirkungslos sein. Manche Pferdebesitzer schwören auf Hautöl aus dem Drogeriemarkt, andere auf Ekzemeröl, wieder andere haben ganz spezielle Mittelchen aus der eigenen „Hexenküche“. Kleinere Wunden können oft auch ganz einfach aber wirkungsvoll mit Zinksalbe eingeschmiert werden. Die Devise lautet dabei: Egal, was verwendet wird – Hauptsache, es lindert den Juckreiz! Achten Sie bei der Auswahl des Pflegemittels aber darauf, dass es beruhigend auf die gereizte Haut wirkt und dazu einen hohen Fettgehalt aufweist. Somit unterstützen sie nicht nur die Regeneration, sondern schützen die ohnehin schon strapazierten Stellen vor den lästigen Insekten. Wichtig ist, dass die abgestorbenen Hautzellen und die Pflegemittel keine Krusten bilden, die die Poren verstopfen. Deshalb genießen die Ekzemer von Zeit zu Zeit (nicht zu häufig) gerne eine Dusche mit einem milden, rückfettenden Shampoo. In hartnäckigen Fällen oder wenn sich bereits Hautstellen entzündet haben, sollte unbedingt ein Tierarzt mit zu Rate gezogen werden. In solchen Fällen helfen unter sorgfältiger Abwägung der eventuellen Nebenwirkungen auch Kortisonpräparate oder entzündungshemmende bzw. antibiotische Salben. Dadurch wird der Juckreiz kurz unterbrochen und die Haut kann sich zumindest etwas erholen.

Um die Pferde vor den Stechmücken zu schützen, haben sich Ekzemerdecken, Fliegenmasken und natürlich Repellentien bestens bewährt. Beim Einsatz der Insektenabwehrmittel ist besonders wichtig, dass diese nicht in direkten Kontakt mit der Wunde kommen. Erst wenn diese soweit verheilt und trocken ist, kann auf eine Schicht Pflegemittel dann das Repellent aufgetragen werden. Achten Sie zusätzlich darauf, dass Ihr Ekzemer zu Mückenhochzeiten wie in der Dämmerung, nachts oder bei schwül-warmem, feuchtem Wetter einen weitestgehend stechmückensicheren Rückzugsort hat. Als „mückenärmste Zeit“ gilt die trockene Mittagszeit.

Bei Fragen zum Sommerekzem und zur optimalen Versorgung der gereizten Haut stehen Ihnen unsere Experten und bestimmt auch Ihr behandelnder Tierarzt gerne zur Verfügung. Weitere Informationen rund um das Sommerekzem finden Sie auch auf unserer Homepage .

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert