Aus aktuellem Anlass: Botulismus bei Pferden
Momentan beschäftigt ein Facebook-Post die interaktive Reiterwelt: Er beginnt mit „Bitte teilen“ und handelt von einem Fall von Botulismus, hervorgerufen durch eine mumifizierte Maus im Futtersack. Der Beitrag wurde bisher über 1.500-mal geteilt und die Diskussion darunter scheint kein Ende zu nehmen. Denn Botulismus ist bekannt als eine in den meisten Fällen tödlich verlaufende Krankheit. Das betroffene Pferd hatte Glück und befindet sich nach langen Klinikaufenthalten und monatelanger Regeneration nun auf einem guten Weg. Dennoch sollte uns so etwas zu denken geben. Denn auch bei Pferdefutter spielt die Hygiene eine große Rolle. Deshalb haben wir im Hinblick auf eine Botulismus-Vergiftung einfach einmal unsere Experten gefragt. Sie geben uns in diesem Blog-Eintrag einen kleinen Einblick in das Krankheitsbild und erklären, wie man einen Ausbruch dieser Krankheit vermeiden kann.
Kleine Maus – große Wirkung
Ein schwankender Gang, zitternde Muskeln, Kau- und Schluckbeschwerden, Lähmungen von Zunge, Kaumuskulatur, Rachen und Kehlkopf, Kolikanzeichen, Ataxie, Festliegen, Sehstörungen und Atemnot sind erste Anzeichen, die auf eine Botulismus-Vergiftung hindeuten können. Doch bevor wir weiter auf die Folgen einer Intoxikation eingehen, beschäftigen wir uns zunächst mit der Frage: Wie genau kann es eben dazu kommen? Clostridium Botulinum lautet der wissenschaftliche Name des Bakteriums, das für die Bildung des schweren Nervengiftes verantwortlich ist. Es kommt überall in unserer Umwelt vor und ist dort generell gänzlich ungefährlich. Brenzlig wird es erst, wenn das Bakterium in luftdichtem Raum eingeschlossen wird und sich dort vermehren kann – wie eben in einem abgepackten Futtersack oder, aktuell auch ein Thema, in einem Silageballen. Völlig unbemerkt werden die kontaminierten Futtermittel dann an die Pferde verfüttert.
Und nun zurück zu den schwerwiegenden Folgen:

Um eine Erkrankung an Botulismus zu vermeiden, muss die Hygiene im Stall und bei der Produktion von Futtermitteln groß geschrieben werden.
1. Das Pferd schlüsselt das Toxin im Dünndarm auf.
2. Von dort gelangt das Gift in den kompletten Pferdekörper.
3. Es blockiert die Reizweiterleitung von Nerv auf Muskel.
4. Es kommt zu einer sogenannten schlaffen Lähmung und in den meisten Fällen zum Tod durch Ersticken.
Oberstes Gebot: Hygiene im Stall
Da bereits wenige Nanogramm pro kg Körpergewicht im Futter zum Tod führen können, ist im Hinblick darauf ein hygienisch einwandfreies Stallmanagement Pflicht. Dazu gehört unter anderem:
1. Kein Einsatz von Schädlingsgiften in der Nähe von Stall oder Scheune. Die Mäuse, Ratten etc. sterben davon nicht sofort, die Kadaver können überall liegen. Auf ihnen vermehren sich die Bakterien besonders gut und abgeschlossen unter großen Heu- oder Strohballen entsteht schnell das Gift und kontaminiert das Futter.
2. Weiden vor dem Mähen nach versteckten Tieren absuchen. Nicht selten geraten sogar Rehkitze in das Mähwerk. Die bakterien-kontaminierten Kadaver verunreinigen das Gras, das Gift im Silageballen kann entstehen.
3. Wenn Silage gefüttert werden soll, muss unbedingt auf die Herkunft und die Qualität geachtet werden!
4. Besteht auch nur der Verdacht, dass Futtermittel kontaminiert werden sollen, dürfen diese in keinem Fall verfüttert werden.
5. Verunreinigte Futtermittel dürfen nicht auf dem Misthaufen entsorgt werden. So werden die vergifteten Bestandteile beim Düngen wieder auf das Feld ausgebracht. Am sichersten ist es, diese Futtermittel zu verbrennen.
6. Besondere Vorsicht sollte auch bei gefundenen Tierleichen auf Paddocks und Weiden, im Stall oder der Futterkammer herrschen.
Verfügen Pferde über ein gesundes Immunsystem und einen fitten Stoffwechsel, kann es sein, dass sie, wie das eingangs erwähnte Pferd, mit viel Glück eine Botulismus-Vergiftung überleben. Und hier kommen wir ins Spiel. Selbstverständlich haben wir in unserem Sortiment einige Produkte, mit denen Sie Ihr Pferd dahingehend unterstützen können: Mit dem MASTERHORSE HEPADURE wird die Leber optimal unterstützt, mit dem Stallmeister SchutzPatron forte das Immunsystem und mit dem MASTERHORSE B-KOMPLEX die Regenerationsfähigkeit. Klicken Sie sich einfach mal ´rein. Auch weitere Informationen rund um eine Botulismus-Vergiftung gibt es auf unserer Homepage. Und selbstverständlich sind wir für Sie auch telefonisch oder via Email erreichbar.
Ihr MASTERHORSE-Team



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