Im ersten und zweiten Teil unserer Serie zum Thema Verdauung haben wir uns die einzelnen Vorgänge von der Futteraufnahme bis hin zur Verwertung im Dünndarm näher angeschaut. Im letzten Teil erfahren Sie mehr über die Futterverwertung im Dickdarm. Darüber hinaus geben unsere Experten Tipps für die optimale Fütterung.

Verdauung 3

Die Verdauung des Pferdes ist ein komplexes System.

Der Dickdarm – die Gärkammer des Pferdes

Der Dickdarm eines Pferdes misst eine Länge von ca. acht bis zehn Metern. Er gliedert sich in mehrere Teilabschnitte. Man unterscheidet zwischen Blind-, Grimm- und Mastdarm.

Blind- und Mastdarm bilden dabei die Gärkammer des Pferdes. Die darin enthaltenen Bakterien zerlegen die unverdaute Rohfaser.

Der Dickdarm synthetisiert die wasserlöslichen Vitamine C, K und den B-Komplex. Zu seinen Aufgaben gehört zudem die mikrobielle Verdauung von schwer lösbaren Substanzen wie z.B. Cellulose, Hemicellulose und Pektine. Dies sind Bestandteile pflanzlicher Zellwände. Im Darm wandeln sie sich in flüchtige Fettsäuren um. Anschließend können diese von der Darmwand aufgenommen werden und gehen in den Blutkreislauf über, wo sie dem Pferd als Energielieferant dienen.

Im hinteren Teil des Dickdarms – auch Mastdarm genannt – kommt es zum Eindicken des Kots. Hierzu wird das überschüssige Wasser entzogen. Die Formung der Pferdeäpfel kann nun beginnen. Bei rohfaserreichen Futtermitteln kommt es zudem zur Speicherung von Wasser und Elektrolyte im Mastdarm. Sie werden je nach Bedarf auch wieder in den Darm zurück geleitet. Alle Nahrungsbestandteile, die nach dem Durchlaufen des Verdauungsprozesses nicht vom Organismus aufgenommen wurden, scheidet der Körper als Exkremente aus. Die Farbe und Konsistenz der Pferdeäpfel ändert sich in Abhängigkeit von den verfütterten Futterkomponenten und dem Gesundheitszustand des Pferdes.

Die folgenden Tipps helfen, die Verdauung zu unterstützen:

1. Es empfiehlt sich, erst das Heu und anschließend das Kraftfutter zu füttern.
2. Das Aufteilen von kraftfutterreichen Rationen in mehrere Mahlzeiten, hält den Stärkegehalt pro Mahlzeit geringer und sorgt somit für eine gute Verdaulichkeit.
3. Eine Stunde Ruhezeit nach der Fütterung hilft einer geregelten Verdauung. Anschließend ist das Pferd wieder für die gewohnte Arbeit bereit.
4. Gereinigte Futtermittel in guter Qualität eignen sich am besten für die Gesunderhaltung des Pferdes.
5. Das Verteilen des Raufutters auf möglichst viele Mahlzeiten ermöglicht die ständige Futteraufnahme. So bleibt die Verdauung im Schwung. Zu lange Fresspausen sollten vermieden werden.
6. Eine schonende Futterumstellung hilft Fehlgärungen und andere Probleme vorzubeugen.

Viele weitere Infos zum Thema Fütterung beim Pferd finden Sie auch auf unserer Homepage. Bei Fragen erreichen Sie uns gerne telefonisch unter 0800 – 627 83 74 oder via E-Mail an info@masterhorse.de.

Viel Spaß beim Weiterklicken wünscht Ihr MASTERHORSE-Team.

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