Eine Herausforderung an den Pferdehalter

Fohlenfütterung, Fütterung, Fohlen

Die Fütterung der Fohlen- eine Herausforderung für den Pferdebesitzer

Die meisten Fohlen erblicken jetzt im Frühjahr das Licht der Welt. Die Züchter warten schon gespannt auf ihren „Nachwuchs“. Kräftig und gesund soll er sein. Jetzt ist der Besitzer gefragt, denn die optimale Haltung, Fütterung und Bewegung der Kleinen spielt eine große Rolle in der Aufzucht.

Die Fütterung nach der Geburt

Die erste Milch für das Neugeborene, das Kolostrum, enthält alle lebensnotwendigen Immunglobuline, auch Antikörper genannt. Sie schützen das Fohlen vor einer Infektion durch Umgebungskeime. Das Hauptfutter unserer Fohlen bildet in den ersten Monaten die Stutenmilch. Doch bereits im Alter von ca. drei bis vier Wochen beginnen sie, an Gras und Heu zu knabbern. Die Milchleistung der Stute geht nach ca. sechs bis acht Wochen zurück. Das Fohlen muss nun aber trotzdem Zugang zu den wichtigsten Mineralstoffen, Spurenelementen und essenziellen Aminosäuren erhalten. Hier hilft beispielsweise ein an die Bedürfnisse der Kleinsten angepasstes Mineralfutter wie das MASTERHORSE JUNIOR.

Zu den für die Fohlen wichtigsten Mineralstoffen und Spurenelementen zählen:

• Calcium
Phosphor
Zink und
Kupfer.

Calcium und Phosphor bilden die Grundlage eines festen Knochengerüsts. Beide Mineralstoffe sollten im Verhältnis 1,7-2:1 vorliegen. Calcium ist zudem wichtig für die reibungslose Funktion der Herz- und Skelettmuskulatur beim Fohlen.

Speziell Kupfer trägt zu einer gesunden Entwicklung von Knochen und Knorpel bei. Ein Mangel kann zu Fehlentwicklungen der Gliedmaßen und Bewegungsstörungen führen. Auch der Entstehung von Gelenkchips wird ein Kupfermangel zugeschrieben.

Zink ist vor allem für das Wachstum und für die Fruchtbarkeit der Fohlen von großer Bedeutung. So ist es für das Längenwachstum des Knochens und die Zellneubildung mitverantwortlich. Bei einem Mangel können sogenannte „Fohlenwarzen“ im Maulbereich entstehen, die jedoch mit der Gabe von Zink wieder verschwinden.

Achtung: Ein zu rasch ansteigendes Körpergewicht belastet die Gelenke. Derartige Problemsituationen und auch Knorpelschäden lassen sich durch langsames Wachstum reduzieren. Das Risiko für Osteochrondrose, eine Störung des Knochen- und Knorpelgewebes, bleibt damit gering.
Ab dem zweiten Lebensmonat nimmt das Fohlen auch Heu und Gras auf. Am Anfang knabbert es nur wenig daran, bis es mit der Zeit größere Mengen Heu frisst. Es wird zunehmend selbstständiger, sodass es auch immer weniger Stutenmilch trinkt. Durch den erhöhten Bedarf an Energie benötigt das Fohlen nun Kraftfutter.

Als Faustregel gilt hier:

Die Menge des Kraftfutters entspricht ca. der Hälfte des Alters in Monaten. Vermeiden Sie eine Überschussversorgung. Mehrere kleine Portionen helfen, eine solche zu verhindern.

Das Absetzen – der erste Schritt in die Welt ohne die Mutterstute

Ab dem sechsten Lebensmonat sind Fohlen selbstständig und nicht mehr an ihre Mutter gebunden. Nun wird es Zeit, das Fohlen abzusetzen. Die Fütterung mit Heu, Stroh, Mineralfutter und Kraftfutter sollte erst einmal gleich bleiben, um unnötigen Stress zu vermeiden.

Viele weitere Informationen rund um die Fohlenfütterung gibt es – wie immer – auch auf unserer Homepage. Und selbstverständlich stehen Ihnen auch zu diesem Thema unsere Experten unter 0800/6278374 und info@masterhorse.de zur Verfügung.
Ihr MASTERHORSE-Team wünscht viel Spaß beim Weiterlesen!