Am 16. Und 17. Oktober hatten insgesamt sechs Reiterinnen und Reiter das große Glück, eine Reitstunde von keiner geringeren als der Bundestrainerin unserer Dressurreiter, Monica Theodorescu, zu bekommen. Und an die 1.000 Zuschauer durften dabei Zeuge sein, „mit den Augen stehlen“, nützliche Tipps und Tricks für die eigene Arbeit mit ihren Pferden sammeln. „Die Alten Meister“ waren wieder auf Tour.

Die Alten Meister mit Monica Theodorescu.
Im Reitsportzentrum Illertissen und in Durmersheim auf der Reitanlage im Herrschaftsfeld waren auch wir von MASTERHORSE die letzten beiden Abende bei der Lehrserie „Die Alten Meister“ und deren Begründer Frank Henning zu Gast. Seine Idee dahinter: Unsere „alten Meister“, also die Großen im Dressur- und Springsport, geben ihr Wissen und ihre Erfahrung im Rahmen dieser Abende an alle Interessenten weiter. Damit für jeden im Publikum „etwas dabei ist“, werden pro Abend immer Pferde unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen Leistungsniveaus vorgestellt. Themen wie die für das Pferd individuell sinnvolle Lösungsphase, das Abfragen des aktuellen Leistungsstandes, das Erarbeiten der nächsten Ausbildungsschritte aber auch der Umgang mit den vielen Zuschauern am Viereck werden gemeinsam erarbeitet und verständlich erläutert. 30 bis 40 Minuten dauert die Einheit pro Reiter, und Monica Theodorescu ist voll in ihrem Element. Sie gibt Anregungen für die tägliche Arbeit, zeigt Lösungswege für existierende Schwierigkeiten auf und gibt den Reitern Hilfestellung, wie sie ihre Hilfen noch besser auf ihr Pferd übertragen können. In jede Reiterin fühlt sie sich hinein und arbeitet konsequent und konzentriert mit ihr und ihrem Pferd. Und die Zuschauer können schon in dieser kurzen Zeit Fortschritte erkennen.
Ein fünfjähriges Pferd beispielsweise präsentierte sich – nicht selbstverständlich für sein jungen Alter – sehr souverän in der Halle, unerwartet fein stand es schon an den Hilfen und lieft in schöner Anlehnung in allen drei Gangarten. Der Bundestrainerin fiel mit geschultem Auge schnell auf, dass es der Reiterin schwerfällt, ihr Pferd auf beiden Händen locker zu galoppieren. Auf der einen Hand funktionierte es schon sehr gut. Und auf der anderen Hand wurde kurzum anhand kleiner Übungen ein Weg überlegt, es dem Pferd hier genau so leicht zu machen – und das, ohne dass das Pferd überhaupt gemerkt hat, dass es ein Problem gibt. Bereits nach wenigen Minuten konnte jeder im Publikum große Fortschritte erkennen.
Ein anderes Problem hatte ein zwölfjähriger Rappe. Fein an die Kandarre geritten, begeisterte er schnell sowohl Monica Theodorescu als auch das gesamte Publikum – in allen Lektionen bis zur Inter I. Sein Handicap: Er ist von Haus aus ein eher kurzes Pferd und macht sich dazu sehr gerne eher zu eng in den schweren, versammelten Lektionen. Kein Problem für die Trainerin, auch hierfür in kurzer Zeit einen Lösungsweg zu erarbeiten. Am Ende piaffierte und passagierte der Rappe ganz locker und für seine Verhältnisse großrahmig unter seiner dabei leichttrabenden (!!!) Reiterin, die selbst ihre Freude über diesen Fortschritt nicht verbergen konnte.
Und auch wenn das Pony mal nicht an dem am Dressurviereck geparkten Pferdeanhänger vorbeigehen möchte, sollte das laut der Bundestrainerin kein Beinbruch sein. Mit Ruhe und Humor kann auch dieses – für die Reiter oft sehr nervenaufreibende – Problem entschärft werden.
Alles in allem waren es zwei sehr gelungene Abende im Zeichen der Dressurarbeit – für alle Beteiligten.
„Die Alten Meister“ gehen jedes Jahr auf Tour und machen immer wieder an anderen Standpunkten mit den verschiedensten Referenten Halt. Wer die Gelegenheit hat, sich die kostenlosen Veranstaltungen anzusehen, sollte dies unbedingt nutzen. Und bis es soweit ist, haben wir auf unserem youtube-Kanal sehr viele dieser Trainingsabende für Sie mitgeschnitten.
Wir wünschen viel Vergnügen beim Weiterbilden, und vielleicht sehen wir uns demnächst ja einmal persönlich, wenn sich „Die Alten Meister“ und Frank Henning die Ehre geben.
Wir freuen uns auf Sie!





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