Die Hyalomma-Zecke ist nach wie vor in aller Munde bei den Naturfreunden in Deutschland. Seit vergangenem Jahr ist sie nun hier und fühlt sich augenscheinlich wohl, denn sie breitet sich nachweislich aus. Leider ist sie gerade für uns Warmblüter – also Mensch und Pferd – gefährlich, denn sie wittert uns bereits auf bis zu zehn Meter Entfernung und kann uns dann theoretisch Hunderte Meter weit verfolgen. Damit zählt sie zu den sogenannten Jagdzecken.

Hyalomma – gefährlicher als der gemeine Holzbock

Im Gegensatz zu den uns bekannten Zecken sitzt die Hyalomma also nicht nur auf den Grashalm und wartet darauf, dass wir vorbeistreichen. Nein, sie wartet gezielt auf uns, visiert uns an und läuft gegebenenfalls sogar auf uns zu – oder auf Pferde, Rinder oder andere große Tiere. Wie wir sie erkennen? Besonders auffällig sind ihre gemusterten Beine, dazu ist sie auch erkennbar größer als die bei uns heimische Zecke.

Woher kommt die Hyalomma?

Man nimmt an, dass die Hyalomma-Zecke aus Afrika oder aus dem Balkan kommt und vermutlich mit Zugvögeln hier nach Mitteleuropa und nach Deutschland „einfliegt“. Eigentlich lebt sie in Südeuropa, Asien und Afrika, breitet sich dank des für sie günstigen Klimas nun aber auch zunehmend in Deutschland aus.

Überträgt die neue Zecke Krankheiten?

Forscher berichten, dass die neue Zecke in ihren Herkunftsländern zum Beispiel Viren übertragen können, die das Krim-Kongo-Fieber auslösen. Doch bisher konnten sie dies bei in Deutschland gefundenen Exemplaren noch nicht nachweisen. Allerdings wurde bei etwa der Hälfte an untersuchten Zecken der Erreger des tropischen Fleckfiebers gefunden. Inwieweit diese Zecken das dann auch tatsächlich hier in Deutschland übertragen, wissen die Experten aktuell aber noch nicht.

Wie kann man sich vor der Hyalomma schützen?

Natürlich gilt noch immer, dass man sich generell vor Zecken in Acht nehmen sollte. Dazu empfehlen sich

  • helle Klamotten
  • Socken über den Hosenbeinen
  • Sofortiges gründliches Absuchen nach Ausflügen in die Natur

Die an der Universität Hohenheim forschenden Experten empfehlen, dass man – sollte man eine der Hyalomma-Zecken finden – nicht in Panik verfallen, sondern das Exemplar einsammeln und einschicken solle.

Damit wünschen wir einen möglichst zeckenfreien Sommer,

Ihr MASTERHORSE-Team

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