Bei den Pferdebesitzern klingeln beim Wort Strahlfäule sofort die Alarmglocken. Stinkende, weiche Hufe kommen uns allen bei diesem Stichwort in den Kopf. In den nasskalten Wintermonaten und dem regnerischen Frühjahr haben sich die Erreger dieses Problems aber besonders ausgebreitet – denn mit jedem Kotabsatz scheidet das Pferd Darmbakterien aus, die sich in diesem feuchten Umfeld besonders wohl fühlen. Im Trockenen kann man diese durch eine gründliche Boxen- und Weidehygiene sehr gut in Schach halten. Auf einem matschigen Paddock oder einer aufgeweichten Koppel wird das schon schwieriger. Die feuchte Umgebung fördert die rasche Vermehrung und damit eine schnelle Verbreitung der Strahlfäule-Erreger. Zum Glück ist der Sommer nun da, und die Strahlfäule kann auskuriert werden. Trotzdem haben wir uns nochmals näher mit diesem Thema beschäftigt, um für den Herbst wieder gerüstet zu sein.

Tägliches Auskratzen ist die Basis für gesund Hufe.
Was genau steckt hinter dem Begriff Strahlfäule?
Bei einer Strahlfäule handelt es sich um eine häufig auftretende Veränderung – hervorgerufen durch die bereits erwähnten Darmbakterien – an den weichen Hornteilen des Hufes. Meist beginnt deren Entwicklung an der mittleren Strahlfurche. Wird sie nicht behandelt, kann sie sich auf den gesamten Strahl und sogar auf das Ballenhorn ausbreiten. Im gesunden Zustand bietet der Pferdehuf wenig bis gar keinen Lebensraum für diese Erreger. Steht das Pferd aber lange auf feuchtem Boden, kann das Hufhorn aufweichen. Die Bakterien können nun viel leichter eindringen.
„Vorsicht ist besser als Nachsicht!“
Dieses Sprichwort hat sich im Zusammenhang mit der Strahlfäule schon oft bewährt. Um die Gefahr einer Strahlfäule möglichst gering zu halten, sind nicht nur in Herbst und Winter hygienische Haltungsbedingungen wichtig. Die Pferdeboxen regelmäßig gründlich zu misten, Ausläufe abzusammeln und die Hufe vor und nach dem Bewegen sorgfältig zu säubern, sind dabei die selbstverständlichen Basics. Aber auch darüber hinaus kann man einiges tun: So ist es beispielsweise sinnvoll, beim Einfetten der Hufe darauf zu achten, faulige Stellen auszusparen. Denn durch den dabei entstehenden Fettfilm wird Feuchtigkeit eingeschlossen und man begünstigt so die Ausbreitung der Strahlfäule. Auch Hufteer bildet eine wasserundurchlässige Schicht, welche die Bakterien im Horngewebe einschließt, worunter sie sich rasch vermehren können. Ebenso wichtig ist der regelmäßige Besuch von Hufschmied oder Hufpfleger.
Was tun bei Strahlfäule
Hat man eine „faule Stelle“ am Huf gefunden, sollte man – um ein weiteres Ausbreiten der Erreger zu verhindern – diese gründlich reinigen und trocken legen. Dazu eignen sich sehr gut Mull-Binden oder Kompressen, die vorsichtig in die Strahlfurchen gedrückt werden, um diese auszureiben. Wichtig ist, dass die Reinigung trocken erfolgt, da Feuchtigkeit wiederum das Wachstum der Bakterien begünstigt; und das so oft, bis am Stoff keine Rückstände mehr hängen bleiben. Anschließend muss die gereinigte Stelle mit desinfizierenden und austrocknenden Mitteln behandelt werden.
Was muss ein gutes Mittel gegen Strahlfäule mitbringen:
- desinfizierende Wirkung zur Hemmung des Bakterienwachstums
- Schleppersubstanzen, die für ein tiefes Eindringen des Wirkstoffes sorgen
- pflegende Komponenten um das Horngewebe weich und elastisch zu halten
Um möglichst weit in den Huf vorzudringen, eignen sich flüssige Substanzen besonders gut.
Sie haben Fragen zur optimalen Versorgung der Hufe Ihres Pferdes? Unser Expertenteam ist selbstverständlich für Sie da. Melden Sie sich einfach unter der kostenlosen Hotline unter 0800 – 627 83 74 oder schicken Sie uns eine Email an info@masterhorse.de. Und natürlich gibt es auch auf unserer Homepage viele weitere Informationen zum Thema Huf und Strahlfäule. Viel Vergnügen beim Weiterlesen wünscht
Ihr MASTERHORSE-Team



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