Gerade bei den aktuellen Temperaturschwankungen – nachts hat es noch Minusgrade und tagsüber schwitzen wir schon beinahe bei bis zu 17 Grad – hört man in den Pferdeställen nicht wenige Tiere husten. Wirft man einen Blick auf die Statistiken, wird deutlich, dass Atemwegserkrankungen beim Pferd generell keine Seltenheit sind. Gerade im Winter oder in den „Übergangszeiten“ leiden zahlreiche Pferde unter Husten – sowohl akut als auch chronisch. Und bei uns Pferdebesitzern stellt sich häufig die Frage: Was tun? Folgende mögliche Husten-Ursachen sollten wir in jedem Fall vermeiden:

Staub im Futter

MASTERHORSE, Heu waschen

Staubiges Heu – ein Auslöser für Husten.

Ein Bereich, in dem wir in jedem Fall selbst viel Einfluss nehmen können, ist die Fütterung von qualitativ einwandfreiem Futter. Beim Heu sollten uns gräulicher, feiner Staub auf den Halmen, zusammengeklebte „Platten“ oder ein muffiger Geruch wachrütteln, denn all das sind Anzeichen für Schimmelbefall. Derartig „kontaminiertes“ Futter kann die Schleimhäute der oberen Atemwege stark reizen und dort einen hartnäckigen trockenen Husten auslösen. Aber es muss nicht immer gleich der Schimmel sein, auch sehr staubiges Heu sollte nicht einfach gefüttert werden. Hat man keine Alternative, lohnt sich der Griff zur Gießkanne. Mit etwas Wasser lässt sich der grobe Staub gut entfernen.

MASTERHORSE, Heu waschen

Im Zweifelsfall: Heu waschen

Staub in der Umgebung

Staub finden wir auch in schlecht gewässerten Reithallen. Auch diese sollte man lieber meiden. Gerade im Training atmen die Pferde tief und häufig ein, damit nehmen sie stets eine ganze Portion Staub auf – das Pferd hustet. Gut zu wissen: Die Keimbelastung im Reithallenboden ist durch nicht immer komplett abgesammelten Mist oder Urin meist sehr hoch.  Auch das kann sich negativ auf die Atemwege auswirken.
Die Stallgasse zu kehren, lässt sich in keinem Stall vermeiden und darf auch nicht unterlassen werden. Wenn dabei zu viel Staub aufgewirbelt wird, sollten vor allem die empfindlichen Pferde dabei aus dem Stall gebracht und die Stallgasse vor dem Fegen nass gemacht werden.

Zugluft vermeiden

Ein Pferdestall sollte luftig aber nicht zugig sein. Denn die Gefahr bei „einem Zug“ ist, dass nur einzelne Bereiche der Pferde von einem Luftstrom berührt werden, die dann recht schnell auskühlen. Das geschieht am häufigsten in den Bereichen Kopf und Hals, Rücken und Kruppe. Auch hier ist nicht selten die Folge, dass die Pferde beginnen zu husten.

Hat das Pferd sich trotz allen Vorsichtsmaßnahmen einen Husten „eingefangen“ oder bahnt sich die bekannte Hustenzeit an, lohnt sich in jedem Fall ein Blick in die Kräuterkiste. Gerade im Bereich der Atemwege finden Kräuter sowohl prophylaktisch als auch therapeutisch Einsatz.

Bekannte Kandidaten zur Prophylaxe wären

– Schwarzkümmel
– Echinacea oder
– Hagebutten.

Sie alle sind bekannt für ihren positiven Einfluss auf das Immunsystem und können so insbesondere zur Stärkung der Abwehrkräfte gegeben werden.

Leidet das Pferd unter einem trockenen Reizhusten helfen Kräuter, die einen hohen Schleimgehalt haben wie

– Eibisch
– Huflattich
– Malve und
– Isländisch Moos.

Bei verschleimten Atemwegen sollte auf Kräuter mit einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen oder Saponinen zurückgegriffen werden. Dazu zählen

– Fenchel
– Anis
– Spitzwegerich
–  Thymian und
– Süßholz.

In unserem Sortiment gibt es bereits vorgefertigte Kräutermischungen für jeden Bereich. Wer sich schwer tut, den Husten seines Pferdes richtig einzuordnen, kann sich gerne unseren Expertentipp zum Husten beim Pferd durchlesen. Außerdem stehen wir natürlich wie immer auch telefonisch oder via Email mit Rat und Tat zur Seite, wenn Ihre Pferde husten.

Wir wünschen noch eine hustenfreie Übergangszeit!

Ihr MASTERHORSE-Team

 

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