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So können wir den Pferden die Hitze erträglich machen.

Aktuell kommt die erste Hitzewelle auf Deutschland zu – der Sommer ist endlich da. Doch dem einen machen die extrem hohen Temperaturen wohl mehr aus als dem anderen. So auch bei den Pferden. Generell sei vorweg gesagt, dass unsere Pferde die aktuell vorherrschende, trockene Hitze in der Regel besser wegstecken können als wir Menschen. Dennoch sollte man sich den ein oder anderen Tipp für die kommenden Wochen zu Herzen nehmen, um den Vierbeinern die Hitze so erträglich wie möglich zu gestalten.

  1. Raus aus der prallen Sonne
    Schatten lautet ein wichtiges Schlagwort. Stehen die Pferde tagsüber auf der Weide, sollten sie die Möglichkeit haben, einen schattigen Fleck aufsuchen zu können (ein Unterstand, ausreichend Bäume etc.). Ist das nicht möglich, empfiehlt es sich, über Nacht zu „koppeln“ oder die Pferde früh morgens oder spät abends für einige Stunden auf die Koppel gehen zu lassen.
  2. Viel trinken
    Dieser Grundsatz gilt selbstverständlich auch für unsere Pferde. Sie sollten bei der Hitze stets Zugang zu frischem Wasser haben. Wer nicht über eine Wasserleitung auf der Koppel verfügt, sollte aufgestellte Bottiche / Wannen etc. regelmäßig kontrollieren. Tote Tiere in den Gefäßen, ein „Insektenbad“ oder „gekipptes“ Wasser halten die Tiere vom Saufen ab. Hier geht’s zum Expertentipp über den Wasserbedarf unserer Pferde. 
  3. Die kühleren Stunden nutzen
    Natürlich macht es Sinn, das Reiten entweder in die frühen Morgenstunden zu legen oder eben spät abends die Pferde zu satteln. Die Mittagshitze sollte so gut es geht gemieden werden. Lässt es sich nicht vermeiden, tagsüber reiten zu gehen, reiten sie lieber durch einen schattigen Wald, machen sie einen Abstecher zu einem Bach zum Plantschen, wässern Sie Halle oder Platz im Vorfeld gut und gestalten Sie die Einheit „gemütlich“.
  4. Hitzefänger Fliegendecke
    Gerade in den Abendstunden kommen die stechenden Plagegeister aus ihren Verstecken. Wir Pferdebesitze meinen es gut und werfen unseren Lieblingen die Fliegendecken über. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Sind die Decken zu engmaschig, kann sich schnell die Hitze darunter stauen und wir tun den Pferden damit dann keinen Gefallen. Da empfehlen sich eher wirksame Insektenschutzmittel (dazu findet sich auch einiges in unserem Onlineshop).
  5. Achtung bei Schwüle:
    Stehen wichtige Trainingseinheiten an, sollte man vor allem an schwül-heißen Tagen besonders vorsichtig sein. Die Verdunstung des Schweißes ist bei einem derartigen Klima stark eingeschränkt. Damit einher geht eine nur eingeschränkte Kühlfunktion des Pferdekörpers. Vor allem für ältere Pferde kann das sehr unangenehm werden. An solchen Tagen sollte man ganz besonders darauf achten, die Bewegung an die individuelle Verfassung des Pferdes anpassen.
  6. Turnier – ja oder nein?
    Der Transport
    Entschließt man sich, im Hochsommer auf’s Turnier zu fahren, muss der Anhänger / Transporter in jedem Fall über ein ausreichendes Belüftungssystem verfügen. Generell sollte die Zeit auf dem Anhänger so kurz wie möglich sein. Achtung bei Transportgamaschen: Darunter staut sich die Hitze sehr schnell, daher sollten sie nach der Fahrt sofort abgenommen werden.Vor Ort sollte man auf Folgendes achten:
    – Parken im Schatten
    – Wenn möglich, Pferde im kühleren Stallzelt unterbringen
    – Ansonsten Pferde regelmäßig abladen und tränken
    – Regelmäßiges Duschen weckt die Lebensgeister
    – Moderates Abreiten mit vielen Schrittpausen
  7. Auf die Elektrolyt-Versorgung achten
    Wer viel schwitzt, verliert viel Salz. Darum empfehlen wir, bei schweißtreibenden Vorhaben Elektrolyte zuzufüttern, um den Salzhaushalt der Pferde im Gleichgewicht zu halten. Das darf auch bei Freizeitpferden nicht vernachlässigt werden. Während eines längeren Ausritts mit vielen Trab- und Galoppeinheiten kommt es ebenfalls zu hohen Schweißverlusten. Wird ein vorliegender Elektrolytmangel nicht ausgeglichen, kann dies zu einer „Eindickung des Blutes“ führen, die Durchblutung lässt damit merklich nach. Mehr zu den Elektrolyten können Sie unter diesem Link lesen.
  8. Was tun bei Überhitzung?
    Wer die bisher genannten Punkte beherzigt, kann vermeiden, dass ein Pferd „überhitzt“. Sollte es wider Erwarten doch dazu kommen, erkennen Sie diesen Zustand daran, dass das Tier am gesamten Körper in Strömen schwitzt. Dazu fühlt sich die Haut sehr heiß an und die Blutgefäße treten unter der Haut deutlich hervor. Die Körpertemperatur steigt über 40°C. Das Pferd kann apathisch werden oder beginnen zu schwanken. In jedem Fall sollte dann rasch der Tierarzt informiert werden.
  9. Sonderfall Senior
    All diese Maßnahmen gelten selbstverständlich für jedes Pferd. Ein besonderes Augenmerk sollten bei den aktuellen Temperaturen allerdings die Senioren bekommen. Ihr Kreislauf ist ohnehin oft altersbedingt geschwächt und kann durch die Hitze weiter in den sprichwörtlichen Keller absinken. Hier kann man mit speziellen Kräutermischungen wie unser CARDIO-VITAL Unterstützung leisten – sowohl prophylaktisch als auch „im Fall der Fälle“.

Sie haben Fragen rund um die Fütterung Ihrer Pferde bei den aktuellen Temperaturen? Kein Problem, wir stehen Ihnen selbstverständlich auch hier mit Rat und Tat zur Seite.

Ihr MASTERHORSE-Team

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