
Vorsicht vor der gigantischen Pflanze im Wald
Wer derzeit mit dem Pferd viel in der Natur unterwegs ist, sollte unbedingt die Augen nach dem Riesenbärenklau offen halten! Ob im Wald, am Fluss oder einfach am Wegesrand: Mit einer imposanten Größe von bis zu vier Metern dürften und sollten wir ihn nicht übersehen. Denn kommt man mit ihm in Berührung, verursacht das schmerzhafte Verbrennungen sowohl beim Menschen als auch beim Pferd!
- Rötungen
- Juckreiz
- Hautentzündungen
- wässrige Wunden
- Schwellungen
- Blasenbildung
All das sind nicht selten Symptome, die nach einem Kontakt mit dem Riesenbärenklau auftreten können. Hierbei ist es auch ganz egal, ob Blätter oder Blüten – jegliche Berührung mit der gigantischen Pflanze verursacht in Verbindung mit Sonnenlicht entzündliche Reaktionen der Haut. Alle Pflanzenteile enthalten im Pflanzensaft so genannte Furanocumarine. Das Ergebnis sind verbrennungsartige Rötungen. Steht das Pferd nach dem direkten Kontakt noch einige Zeit in der Sonne, führt das in den meisten Fällen zu Bläschenbildung. Dies entspricht Verbrennungen, die beim Menschen bis zum Grad zwei (Brandblasen und starke Schmerzen) zugeordnet werden.
Erste Hilfe Maßnahmen
Genau wie bei Verbrennungen auch, behandeln Sie die betroffene Stelle am besten zuerst mit Wasser. Ein kühlender Umschlag, zum Beispiel mit Essig oder Quark, lindert die Schmerzen darüber hinaus. Ist die akute Schmerzphase überwunden, ist es in den nächsten sechs bis zehn Wochen besonders wichtig, weitere Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Eine Sonnenschutzmaske deckt betroffene Stellen am Kopf ab oder eine gute Sonnencreme kann helfen, indem Sie vor UV-Strahlung schützt. Allerdings sollte in jedem Fall ein Tierarzt hinzugezogen werden, der die erste Behandlung und die Rehabilitationszeit begleitet.
Das kann ich gegen Riesenbärenklau auf der Weide tun
Der Riesenbärenklau blüht von Juni bis September – und das natürlich auch gerne in der Umgebung unserer Pferde. Um dessen Verbreitung zu vermeiden, gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Gründen Sie eine Koppelgemeinschaft mit einer Schafherde. Ihnen macht der Riesenbärenklau wohl nichts aus und sie haben ihn zum Fressen gern.
- Wenn keine Schafe zur Stelle sind, kann man den Riesenbärenklau auch „von Hand“ ausmerzen. Wichtig dabei ist, dass man die ganze Pflanze entweder nach dem Austrieb oder in einem frühen Wachstumsstadium entfernt. Nicht vergessen: Dabei sollten Sie unbedingt Schutzkleidung anziehen.
- Um ihm die Verbreitung zu erschweren, gibt es auch die Möglichkeit, die Blüten immer wieder abzuschneiden, bevor die Samen reifen.
Ist es gelungen, die Pflanzen zu entfernen, darf diese keinesfalls auf dem Misthaufen landen, von wo aus sie dann wieder auf‘s Feld ausgebracht wird. Trocknen Sie diese und entsorgen Sie sie im Restmüll. So beugen Sie einer erneuten Verbreitung durch die Samen am effektivsten vor.
Vorsorge ist besser als Nachsorge, also gut hinschauen beim Ausreiten! Sollte Ihr Pferd dennoch in Kontakt mit dem Riesenbärenklau gekommen sein, so finden Sie auf unserer Homepage unterstützende Produkte bei Schädigungen der Haut.
Hier finden Sie einen weiteren Blog-Beitrag aus unserer Serie “Aufmerksam durch die Natur mit den Pferden” über den Eichenprozessionsspinner.




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