Mit MASTERHORSE ZUM ERFOLG
Jeder Turnierreiter kennt es: Den Start in die Turniersaison wollen wir alle so optimal wie möglich vorbereiten. Ist das Pferd fit? Wurde genug am Muskelaufbau gearbeitet? Kann es Leistung bringen? Um die eine oder andere wackelige Komponente in diesem Zusammenhang in einen sicheren Baustein zum Erfolg zu verwandeln, stehen heute die Themen Muskulatur und Leistung im Fokus.
Den ersten Start frühzeitig im Visier
Unabhängig davon, ob das erste Turnier der neuen Saison im Januar oder im August ansteht, darf folgender Faktor beim Antrainieren nicht in Vergessenheit geraten: Nach einer Winter- oder Verletzungspause hat das Pferd oft einen Großteil an Muskulatur und Kondition verloren.
Hier sind all diejenigen im Vorteil, die die Winterpause mit leichter Bewegung überbrückt beziehungsweise während einer krankheitsbedingten Pause zumindest ein bisschen mit dem Pferd gearbeitet haben. Denn dann ist eine gewisse Grundfitness vorhanden. Dennoch sollte in jedem Fall langsam begonnen werden. Eine langfristige Planung sollte deshalb für die ersten Wochen einen Wechsel zwischen Trainingseinheiten und Ruhephasen beinhalten. Denn jeder Trainingsreiz löst im Körper Umbauprozesse aus, die sich in Form von leichten Schmerzen in der Muskulatur äußern – hier ist ein sensibler Reiter gefragt. Denn das ist jener Effekt, der umgangssprachlich als Muskelkater bezeichnet wird. Je nach Typ zeigen Pferde diese Beschwerden sehr deutlich oder weniger auffällig. An den Ruhetagen ohne gezieltes Training sollte das Pferd nur leicht longiert oder spazieren geführt werden, um die Muskulatur bestmöglich zu unterstützen. In der Erholungsphase passt sich der Körper an das neue Leistungsniveau an. Das ist das Prinzip der Superkompensation. Nach einem Trainingsreiz folgt die Ermüdung mit anschließender Regeneration. Nach dieser Phase liegt das Leistungsniveau etwas höher als vor dem vorherigen Trainingsreiz. In der Anfangsphase das Training nicht überstürzen! So vermeiden Sie eine Überanstrengung der Muskulatur des Pferdes. Hier darf man das Training als Reiter nicht zu ehrgeizig angehen, denn sonst entsteht Laktat, das in der Muskulatur zu einer Übersäuerung führt. Diese kann zu einem Leistungseinbruch führen. Ebenso können kleinste Muskelfaserrisse entstehen, die am Ende zu Muskelschmerzen, wie wir sie vom Muskelkater kennen, führen. Ziel des Trainings ist es, das Herz-Kreislauf-System dem höheren Leistungsniveau anzupassen. In den Muskeln bilden sich neue Blutgefäße aus, die sie stärker mit Sauerstoff versorgen. Die Anzahl der roten Blutkörperchen steigt und die Hämoglobin-Konzentration erhöht sich. Das führt dazu, dass das Herz weniger Schläge benötigt, um die Muskelzellen mit der nötigen Menge an Sauerstoff zu versorgen.
Im Rahmen des Muskelaufbaus können die Pferde optimal über das Futter unterstützt werden. Eine essentielle Komponente in Hinblick auf den Muskelaufbau sind die Aminosäuren. Dazu sollte man Folgendes wissen: Die Masse der Muskeln an einem Pferd macht etwa 45 Prozent seines Körpergewichtes aus. Muskeln an sich bestehen überwiegend aus Eiweiß (Proteinen). Deshalb ist eine ausreichende Eiweiß-Zufuhr über das Futter für den Muskelaufbau und den Erhalt der Muskulatur des Pferdes so wichtig. Es kommt aber nicht nur auf die Menge an Eiweiß an, sondern insbesondere auch auf die Qualität. Eiweiße bestehen aus Aminosäuren. Man unterscheidet nicht-essenzielle Aminosäuren, die vom Stoffwechsel selbst hergestellt werden können und essenzielle Aminosäuren. Die essenziellen Aminosäuren müssen über die Fütterung zugeführt werden. Hafer beispielsweise besitzt eine gute Eiweißzusammensetzung und ist somit ein perfekt geeignetes Kraftfutter für Sportpferde.
Muskulatur und Leistung – auf die Kombination kommt es an
Beim Pferd ist es ähnlich wie bei uns Menschen: Arbeitet es hart, schwitzt es viel. Genaugenommen ist Muskelarbeit recht uneffektiv. Es werden nur bis zu 35 % der Energie in Bewegung umgewandelt, der Rest verpufft in Form von Wärme. Je intensiver ein Pferd geritten wird, desto mehr Wärme entsteht, die der Körper durch Schwitzen abzuleiten versucht. Der Schweiß bildet dabei einen Feuchtigkeitsfilm auf der Haut; beim Verdunsten entsteht dann die so genannte „Verdunstungskälte“, welche für eine Abkühlung sorgt.
Pferde, die schnell und/oder lange geritten werden, wie z.B. Vielseitigkeits- oder Distanzpferde, schwitzen besonders stark und verlieren dadurch viele Elektrolyte. Wird dieser Elektrolytmangel nicht ausgeglichen, kommt es zu einer „Eindickung des Blutes“. Dadurch wird die Muskulatur schlechter durchblutet, was zur Zerstörung der Muskelzellen und einer Übersäuerung führen kann. Bei leichten Elektrolytmängeln bringen die Pferde nicht mehr die volle Leistung und ermüden schnell.
Was man Sportpferden für die Muskulatur und die Leistung verfüttern kann, haben wir Ihnen hier verlinkt.


