
Wichtig für eine gute Hornqualität: das Spurenelement Zink.
Ein Thema, mit dem wir uns in den Beratungsgesprächen sehr oft mit unserer wissbegierigen Kunden unterhalten, ist die richtige Fütterung von Mengen- und Spurenelementen. Wann müssen sie zugefüttert werden und in welchen Dosierungen? Welches Element unterstützt das Pferd auf welchem Gebiet? Oft sprechen wir über Mangelsituationen, aber gibt es auch ein Zuviel? Fragen über Fragen, die auf jeden Fall beantwortet werden sollten – schon allein der Gesundheit unserer Pferde zuliebe. Deshalb stellen wir in unserem MASTERHORSE-Blog nun einmal im Monat eines der für unsere Pferde so wichtigen Elemente vor.
Wir zäumen das Pferd von hinten auf und beginnen mit Z wie Zink:
Zink ist ein für die Pferdefütterung sehr wichtiges Spurenelement. Generell sind die Spurenelemente (unter anderem auch Eisen, Kupfer, Zink, Selen, Jod und Mangan) Bestandteile von Enzymen, Proteinen und Hormonen. Damit gelten sie als wichtiger Bestandteil im Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. Liegt ein oder liegen mehrere Spurenelemente nur noch mangelhaft vor, kann der Organismus nicht mehr richtig funktionieren. So verhält es sich auch beim Zink.
In den meisten Fällen wird ein Mangel an Zink mit schlechten Hufen oder mit Hautproblemen (Ekzeme, schuppiges, glanzloses Fell…) in Verbindung gebracht. Und es stimmt: Zink hält im Huf- und Hautstoffwechsel eine bedeutende Rolle inne. Es ist an der Bildung von Keratin beteiligt und somit unentbehrlich für kräftiges Fell und feste Hufe beim Pferd. Darüber hinaus ist es an weiteren wichtigen Funktionen im Körper beteiligt:
– enzymatische Stoffwechselvorgänge
– Wundheilung
– Regeneration der Leberzellen
– aktive Schlüsselrolle im Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel
Leider erkennt man einen Zinkmangel auch mithilfe eines Blutbildes erst recht spät. Deshalb ist es sehr wichtig, schon bei den ersten Anzeichen an einen möglichen Zinkmangel bzw. dessen Ausgleich zu denken.
Erste Anzeichen für einen Mangel im Zinkhaushalt sind:
– Haarausfall
– schlechte Hornqualität
– stumpfes Fell
– schlechte Wundheilung
– Probleme mit dem Leberstoffwechsel
– Gewichtsabnahme
– Schwächung der körpereigenen Abwehrkräfte
– Fruchtbarkeitsstörungen
Der Organismus des Pferdes kann das Zink nicht selbst bilden, es muss also über die Nahrung zugeführt werden. Aus aktuellen Untersuchungen wissen wir, dass in Pferdeweiden oder im Heu die Gehalte an Spurenelementen im Ganzen deutlich zurückgehen. Große Rationen an Kraftfutter oder überhöhte Gaben an Calcium oder Kupfer können die Aufnahme von Zink beim Pferd ebenfalls beeinträchtigen. Dazu kommt, dass die meisten Pferde schwerer sind, als sie es sein sollten. Diese haben – ebenso wie Pferde mit Diabetes, EMS oder Cushing – einen erhöhten Zinkbedarf, da sie generell erhöhte Stoffwechsel- und Regenerationsleistungen zu erbringen haben.
Um eine fütterungsbedingte Zinkunterversorgung wieder auf ein optimales Niveau zu bringen, sollte die Zinkzufuhr über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen deutlich erhöht werden. Über ein entsprechendes Mineralfutter kann die Ration aus Grund- und Kraftfutter an die Bedürfnisse des Pferdes angepasst und Mangelsituationen vorgebeugt werden.
Viele weitere interessante Informationen rund um den Zinkmangel erfahren Sie auch auf unserer Homepage. Und bei Fragen steht Ihnen unser Beratungsteam selbstverständlich gerne unter info@masterhorse.de oder 07150/9470-34 zur Verfügung.
