40 Liter Blut pumpt ein 600 kg schweres Pferd täglich durch sein Herz – und damit sehr viel Wasser, aber auch feste Blutzellen, Nährstoffe, Hormone, gelöste Gase und Salze. Damit werden alle Organe mit Sauerstoff und wichtigen Bausteinen für die stetige Erneuerung und den Erhalt des Gewebes versorgt. Funktioniert eben diese Versorgung nicht optimal, kann sich das negativ auf die Gesundheit der Pferde auswirken. Im Umkehrschluss bietet lassen sich mit Hilfe eines Blutbildes gesundheitliche Probleme und auch fütterungsbedingte Mängel sehr gut diagnostizieren.

Das wichtigste auf einen Blick:

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Ein Spiegel der Gesundheit: das Blut.

1. Wann sollte ein Blutbild gemacht werden?
Tierärzte empfehlen, in regelmäßigen Abständen das Blut der Pferde prüfen zu lassen. So können Mängel – auch die, die beispielsweise nicht von eindeutigen Anzeichen begleitet werden – frühzeitig erkannt werden. Auf jeden Fall sollte das Blut dann untersucht werden, wenn Symptome für einen Mangel oder eine Krankheit sprechen.

2. Kleines oder großes Blutbild?
Das kleine Blutbild des Pferdes dient der Ermittlung der verschiedenen Zellzahlen im Blut und einer näheren Beurteilung der roten Blutkörperchen. Das große Blutbild des Pferdes setzt sich aus dem kleinen Blutbild und dem Differentialblutbild zusammen. Neben den Parametern, die im kleinen und großen Blutbild enthalten sind, können auch weiterer Laborwerte in Auftrag geben werden: Leber- oder Nierenprofile liefern Aufschluss über Erkrankungen dieser Organe; aber auch Hormonspiegel oder Mineralstoff-, Spurenelement- und Nährstoffgehalte sowie Muskelwerte oder Entzündungsparameter im Blut sind häufig von Interesse.

3. Auswertung der Blutbilder
Jedes Labor gibt neben den ermittelten Laborwerten des Pferdes auch Referenzwerte an. Da sich diese von Labor zu Labor unterscheiden, sollte man zur Beurteilung des Blutbildes stets einen Tierarzt zu Rate ziehen. Zum einen lassen Über- oder Unterschreitungen von Referenzwerten nicht immer auf eine Krankheit schließen, zum anderen können manchmal schon geringe Abweichungen auf eine gesundheitliche Problematik hindeuten.

Man sollte die Blutbefunde bei der Beurteilung der Versorgung des Pferdes niemals isoliert betrachten. Denn auch Faktoren wie die Fütterung und das Einsatzgebiet der Pferde können die Blutwerte stark beeinflussen. Viele weitere Informationen zu diesem Thema haben wir auch in unserem neuen Expertentipp auf der MASTERHORSE-Website. Viel Vergnügen beim (Weiter-)Lesen.