Beine untersuchen, Phlegmone, Pferd

Eine regelmäßige und gründliche Untersuchung der Beine kann einem Einschuss vorbeugen.

Einschuss, Elefantenbein oder Phlegmone – all diese Begriffe beschreiben eine Entzündung des Unterhautgewebes durch eine bakterielle Infektion. Meist sind die Pferdebeine davon betroffen, aber auch andere Körperteile des Pferdes wie Kopf, Widerrist, Schlauchtasche oder Euter können beeinträchtigt sein. Die Infektion beginnt in der Unterhaut und kann sich über die Lymphbahnen auch in tiefere Schichten des Gewebes ausbreiten und zu den starken Schwellungen führen.

Meist beginnt alles ganz unspektakulär mit einer kleinen Hautverletzung, verursacht beispielsweise durch

– Tritte,
– einen versehentlichen Stich mit der Mistgabel oder dem Hängenbleiben an spitzen Gegenständen,
– Mauke oder
– extreme Strahlfäule.

Über diese Wunden können Keime eintreten, die sich dann im Unterhautgewebe vermehren. Eine Entzündung entsteht und damit auch die Schwellung. Von den feinen Strukturen des Pferdebeines ist nun nichts mehr zu erkennen, es fühlt sich warm an und das Pferd reagiert auf die Berührungen empfindlich, da das Gewebe unter starker Spannung steht. Meist lahmt das Pferd und möchte das geschwollene Bein im Stehen nicht belasten. In einem solchen Fall ist auch Fieber keine Seltenheit, die Pferde wirken matt.

Um die Entzündung zu bekämpfen, sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, denn meist muss das Pferd mit einem Antibiotikum versorgt werden. Auch Schmerzmittel und fiebersenkende Medikamente sollten nur nach seiner Empfehlung verabreicht werden. Ein Angussverband regt die Heilung der Phlegmone ebenso an wie leichte Bewegung im Schritt.

Einen Einschuss sollte man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Werden die Behandlungsempfehlungen des Tierarztes nicht eingehalten, kann sich daraus auch eine Blutvergiftung entwickeln, die durchaus einen lebensbedrohlichen Zustand darstellt. Damit das Immunsystem für ein mögliches Eindringen von Keimen gewappnet ist, ist neben der bedarfsdeckenden Fütterung mit allen wichtigen Nährstoffen auch eine kurweise Gabe von Kräutern sinnvoll. Auch wir haben dahingehend einige Präparate in unserem Sortiment. Lesen Sie mehr dazu in unserem aktuellen Expertentipp oder fragen Sie bei uns nach.