Vor allem in der kalten Jahreszeit greifen viele unsere Kunden auf die Kraft der Kräuter zurück. „Kann man die Kräuter dann trocken über das Futter geben oder muss ich sie kochen?“, lautet eine der häufigsten Fragen in diesem Zusammenhang. Und deshalb dreht sich unser Blogeintrag heute genau um dieses Thema.

MASTERHORSE Kräuter – vielseitig zubereitbar.
Die unterschiedlichen Arten, Kräuter zuzubereiten
Da der Verdauungstrakt des Pferdes auf den Aufschluss komplexer pflanzlicher Strukturen spezialisiert ist, kann ein Großteil dieser wertvollen Pflanzenstoffe sehr gut verwertet werden, wenn man die Kräuter „trocken“ verabreicht. Es gibt dazu eine Reihe von Zubereitungsarten, mit deren Hilfe man die Inhaltsstoffe leichter lösen und sie dem Pferd so noch besser verfügbar machen kann. Entscheidend für den Erfolg sind sowohl die Temperatur des Wassers als auch die Ziehzeit. Diese richten sich hauptsächlich nach den jeweiligen Substanzen und ihrem Lösungsverhalten. Je nach Pflanzenteil und Inhaltsstoffen sollte die Zubereitung so erfolgen, dass die gewünschten Wirkstoffe möglichst vollständig und schonend aus der Pflanze gelöst werden. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, werden der Sud und das Kraut immer zusammen verfüttert. Man unterscheidet folgende drei Zubereitungsarten:
Infus
Bei einem Infus handelt es sich um einen heißer Aufguss. Das Heilkraut wird mit heißem oder kochendem Wasser übergossen und sollte zwischen drei und zehn Minuten abgedeckt ziehen. Das Abdecken ist wichtig, damit sich die gelösten Stoffe nicht mit dem Wasserdampf verflüchtigen. Verfüttert wird das Infus handwarm oder kalt. Mit einem heißen Aufguss werden leicht lösliche Stoffe gewonnen. Hierzu zählen ätherische Öle ebenso wie Saponine, Bitterstoffe oder Alkaloide. Beispiele: Anis oder Spitzwegerich.
Mazerat
Ein Mazerat ist ein Kaltwasserauszug. Es eignet sich für Pflanzen mit Inhaltsstoffen, die bei Hitze geschädigt werden oder solchen, bei denen in höheren Temperaturbereichen auch unerwünschte Stoffe in Lösung gehen. Gerade schleimstoffhaltige Pflanzen werden kalt ausgezogen, um die Schleimstoffe nicht zu zerstören. Dazu gehörten zum Beispiel Eibisch und Flohsamenschalen.
Dekokt:
Bei einem Dekokt werden Pflanzen oder Pflanzenteile, die einen hohen Anteil an schwer löslichen Wirkstoffen haben, abgekocht. Dies gilt insbesondere für Wurzeln und Rinden. Sie werden mit kaltem Wasser angesetzt und aufgekocht. Nach einer Kochzeit von 5 bis 15 Minuten lässt man sie abkühlen und verfüttert sie handwarm oder kalt. Diese Praxis ist bietet sich beispielswiese bei Weidenrinde und Baldrian an.
Viele weitere Informationen zu den Kräutern finden Sie auf unsere neuen Kräuter-Website www.die-kraeuterfibel.de
Viel Vergnügen beim Weiterlesen wünscht Ihnen Ihr MASTERHORSE-Team.




Dein Kommentar
An Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns Deinen Kommentar!