Gerade jetzt, wo es wieder kälter wird, fällt es uns Reitern immer wieder auf: Die Pferde werden scheinbar grundlos nervöser, erschrecken vor lang bekannten Dingen und von Entspannung ist kaum noch die Rede. Hinter diesen Veränderungen kann ein Magnesium-Mangel stecken. Ein Pferd mit 600 kg benötigt bei durchschnittlicher Arbeit bereits zwischen 6 und 7 g Magnesium am Tag. Und Sportpferde haben – ebenso wie Senioren oder tragende Stuten – generell einen höheren Bedarf an Nährstoffen. Dasselbe gilt für Allergiker, Cushing-Pferde, Koliker oder Pferde, die am Equinen Metabolischen Syndrom erkrankt sind. Eine ausreichende Versorgung sollte aber immer gewährleistet sein, da Magnesium an zahlreichen wichtigen Aufgaben im Körper beteiligt ist:
– an der Muskelentspannung,
– an der Freisetzung von Energie in der Muskulatur,
– an der Regulierung des Herzrhythmus,
– an der Regulierung des Blutzuckerspiegels sowie
– an der Elastizität der Knochen.

Ausgeglichen durch den Winter mit Magnesium.
Neuen Studien zufolge ist der Bedarf an Magnesium mit der pferdetypischen Heu-Hafer-Fütterung nicht mehr gedeckt. Da zum Großteil Muskeln und Knochen vom Magnesium profitieren, können die Folgen eines Magnesiummangels zu Schäden am Körper führen: Es kann sein, dass die Muskeln nicht mehr die gewohnte Leistung erbringen oder die Knochen porös werden und brechen.
Des Weiteren kann ein Magnesium-Mangel zu
– Verspannungen,
– störrischem Verhalten,
– Muskelzittern,
– Muskelschwäche,
– Krampfanfällen,
– Kreislaufproblemen,
– Leistungsabfall,
– angelaufenen Beine oder
– Krampfkoliken führen.
Da sich ein Magnesium-Mangel häufig erst bemerkbar macht, wenn ein Großteil der Reserven im Körper aufgebraucht wurden, erweist es sich als sinnvoll, in Zeiten erhöhter Belastung (in der Zucht, im Training oder im Alter) vorzubeugen.




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