
Im Sommer lauern sie wieder überall: die Zecken.
Kaum werden die Temperaturen wärmer, sind auch sie wieder da: die Zecken. Es scheint, dass die Pferde, kaum reitet man durch den grünen Wald oder stellt sie ins hochgewachsene Gras, die kleinen Schmarotzer regelrecht aufsammeln. Leider existiert kein Impfstoff, der die Zecken von den Pferden fernhält. Es hilft also nichts: Wir müssen unsere Pferde regelmäßig nach den Blutsaugern absuchen.
Zecken sind recht bequeme Tiere. Sie sitzen am Boden, im Gebüsch oder im hohen Gras und warten, bis wir an ihnen vorbeireiten. Kaum auf das Pferd „aufgesprungen“, bewegen sie sich nur soweit, bis sie ein Stück dünne, feine Haut finden und beißen sich dort fest. Sie bevorzugen dabei den Kopf-, Hals- und Brustbereich, so wie die Ellenbogen, das Knie oder die Innenschenkel. Steckt der Kopf in der Haut fest, beginnt die Zecke, Blut zu saugen und gibt dabei ihren infektiösen Speichel an ihren Wirt (in diesem Falle das Pferd) ab. Dieser kann Erreger der Krankheiten Equine Piroplasmose, Borreliose oder Anaplasmose enthalten. Krankheiten, die zum einen zur Zerstörung der roten Blutkörperchen (Equine Piroplasmose), zum anderen zu Fieber, Mattigkeit oder Gelenkentzündungen (Borelliose, Anaplasmose) führen können. Deshalb sollten Sie beim Entfernen darauf achten, den Parasit nicht unnötig zu quetschen oder gar zu versuchen, es mit Ölen oder Ähnlichem zu ersticken, so dass es von alleine abfällt. In beiden Fällen gibt die Zecke nur noch mehr Speichel in den Pferdekörper ab. Benutzen Sie am besten eine Zeckenzange. Unter ständigem Drehen und einem leichten Zug kann man die Zecke optimal entfernen. Sollte der Kopf doch einmal stecken bleiben, ist es ratsam, die Einstichstelle täglich zu kontrollieren. In den meisten Fällen fallen die zurückgebliebenen Reste von selbst ab und die Stelle verheilt. Entzündet sich die Einstichstelle trotzdem, hilft es meist, diese mit Lebertran-Zink-Salbe oder Desinfektionsmittel zu behandeln. Sollten Sie sich unsicher sein, steht Ihnen Ihr Tierarzt gerne mit geschultem Blick zur Seite.
Die Zecken-Prophylaxe: Generell können wir unsere Pferde wirklich nur damit vor dem infektiösen Zeckenspeichel schützen, indem wir sie so oft es geht nach den Blutsaugern absuchen. Je kürzer sich die Zecke im Körper ihres Wirtes befindet, desto besser. Dazu existieren Zeckenabwehrsprays, deren Geruch so unangenehm für die Parasiten sein sollen, dass sie sich an besprühten Stellen nicht festsaugen. Auch Schwarzkümmelöl sagt man einen für Zecken abstoßenden Geruch nach. Und beim Einzäunen der Koppeln können Sie darauf achten, die Zäune in angemessenem Abstand von Waldrändern und Gebüschen aufzustellen.
Das MASTERHORSE-Team wünscht Ihnen und Ihren Pferden einen weitestgehend zeckenfreien Sommer.
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