Immer wieder hört man von dem Problem Griffelbeinbruch bei Pferden. Was dramatisch klingt, muss nicht immer schlimme Folgen haben. Wallach Opgun Louvo von Sandra

Vor allem Traber erleiden häufig einen Griffelbeinbruch.
Auffarth beispielsweise mischte nach der Abheilung eines Griffelbeinbruchs wieder im internationalen Vielseitigkeitsgeschehen mit. Trotzdem sollte man eine solche Fraktur nicht auf die sprichwörtliche leichte Schulter nehmen. Unsere Experten haben sich deshalb für unsere Blog-Leser einmal Gedanken darüber gemacht, wie man einen derartigen Bruch erkennt.
Griffelbeinfraktur ist nicht gleich Griffelbeinfraktur. Tierärzte unterscheiden proximale von distalen Brüchen. Im ersten Fall sind sowohl offene als auch gedeckte Frakturen im oberen Drittel des Griffelbeins gemeint. Bei zweiteren sprechen sie über gedeckte Brüche im unteren Griffelbein-Bereich. Beide Arten kommen an Vorder- und Hinterbeinen gleichermaßen vor, sie unterscheiden sich einzig nach der Ursache. Sowohl bei offenen als auch bei gedeckten Frakturen im oberen Drittel des Griffelbeins sind in den meisten Fällen äußere Traumen wie ein Schlag von einem anderen Pferd die Ursache. Auslöser von gedeckten Frakturen im unteren Bereich des Griffelbeins dagegen ist meist die bei hoher Geschwindigkeit sehr starke Belastung des unteren Abschnitts des Griffelbeins.
Während von proximalen Frakturen nahezu alle Pferde unabhängig von Alter und Nutzungsbereich betroffen sein können, tritt die distale Variante vormals bei älteren Trabern, ab und an auch bei älteren Galoppern und Turnierpferden auf.
Ist das Griffelbein im oberen Drittel des Knochens ohne erkennbare Wunde gebrochen, sind meist eine gering- bis mittelgradige Stützbeinlahmheit und schmerzempfindliche Schwellungen die ersten erkennbaren Alarmsignale.
Eine offene Fraktur wird logischerweise schnell erkannt. Auch hier ist äußerste Vorsicht geraten, denn aufgrund der Wunde besteht die Gefahr, dass ein Infekt auf das Gelenk übergreifen kann. Aus einer derartigen Entzündung können sich Knochenzubildungen wie Überbeine entwickeln, die wiederum aufgrund von Reibung an Muskeln, Sehnen und Bändern weitere Lahmheitserscheinungen nach sich ziehen.
Etwas schwieriger wird es bei der Diagnose einer Griffelbeinfraktur im unteren Bereich des Knochens. Betroffene Pferde lahmen zunächst oft nur leicht und das auch nicht immer. Am unteren Griffelbeinende bildet sich aber meist eine schmerzhafte Schwellung aus. An dieser Stelle kann man in manchen Fällen sogar das abgebrochene Knochenstück unnatürlich beweglich unter der Haut feststellen.
In jedem der beschriebenen drei Fälle sollte umgehend ein Tierarzt informiert werden.
Viele weitere Fakten rund um eine Fraktur an den Griffelbeinen sowie zu den anatomischen Besonderheiten eben dieser finden Sie auch bei uns auf der Homepage. Falls Ihr Pferd aktuell eine derartige Fraktur auskuriert oder aus einem anderen Grund möglichst ruhig in der Box stehen soll, empfehlen wir Ihnen an dieser Stelle unsere SILENCE-Kräutermischung. Mit Baldrian, Hopfen und Melisse fällt es den Pferden leichter, die Ruhe zu bewahren.
Das MASTERHORSE-Team wünscht an dieser Stelle allen Patienten gute Besserung!



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