Wenn es mal nicht schmeckt – 10 Tipps, wie sich Pferde vielleicht doch zum Fressen überlisten lassen

Das kennt nahezu jeder von uns Pferdebesitzern: Ein neues Zusatzfuttermittel oder eine andere Kräutermischung, ein Medikament, das ab sofort auf jeden Fall gefressen werden muss – und das Pferd stellt sich stur. Zugegeben, in manchen Fällen riecht die Futterration nun anders, manchmal ändert sich auch die Geschmacksrichtung, auch die Konsistenz kann sich plötzlich unterscheiden … aber ab und an sind unsere Vierbeiner auch einfach nur ein bisschen eigensinnig. Wir haben hier für Sie unsere Top 10 zusammengestellt, wie es vielleicht doch gelingt, den geliebten Vierbeiner zu überlisten:
1. Rein in die Spritze
Das Pferd hat das neue, pulverige Futter im Trog schon erfolgreich mit der Nase „ausgesiebt“ und übrig gelassen? Kein Problem! Füllen Sie es in eine Spritze und verdünnen Sie es entweder mit Wasser (Achtung: Sehr flüssig! Das Pferd kann es leicht wieder aus dem Maul fließen lassen) oder mit Apfelmus (zäher) und verabreichen Sie das Ganze wie eine Wurmkur.
2. Ran an die Raspel
Falls das mit der Spritze nicht funktionieren sollte, vermengen Sie das unliebsame Pulver in geraspelten Äpfeln oder Karotten.
3. Zur Not mal einweichen
Eingeweichte Heu-Cobs sind ein dankbarer „Trägerstoff“ und binden mit ihrem wohlriechenden Aroma auch weniger gut Schmeckendes und Riechendes.
4. Gut versteckt
Stecken Sie Tabletten in ein Apfel, Bananen- oder Brötchenstück. Geben Sie zunächst ein paar Stückchen ohne Tablette und irgendwann ganz unauffällig das „präparierte“.
5. Für den süßen Zahn
Ihr Pferd mag gerne Süßes? In Fällen, in denen Medikamente / Futterzusätze nicht lange gefressen werden müssen, können auch einfach alle dem Pferd wohlgesonnen Geschmacksrichtungen zu einem leckeren Brei vermengt werden. Eine Mischung aus Haferflocken und Zuckerrübensirup verklebt Pulver und auch kleine Tabletten oder Pellets sehr gut.
6. „Na dann Prost!“
Bananen-, Möhren- oder Apfelsaft versüßen – auch ohne Zuckerzusatz – bitter Schmeckendes. Auch Malzbier wird von „mäkeligen“ Kandidaten oft gut akzeptiert.
7. Einen im Tee haben
Kalter Tee mit viel Aroma übertüncht ebenfalls einen weniger angenehmen Geschmack. Wichtig ist allerdings, den Tee zunächst abkühlen zu lassen. Durch die Wärme würden sich Gerüche nur umso mehr entfalten.
8. Gut lüften
Bei Zusatzfuttermitteln, die streng riechen (z.B. mit Muschelanteil), empfiehlt es sich, die Deckel nie ganz zu verschließen bzw. wenn möglich die Verpackungen immer offen zu lassen. So geht der konzentrierte Eigengeruch mit der Zeit zumindest etwas verloren.
9. Immer langsam
Der neue Futterzusatz befindet sich in der Ration und das Pferd frisst nun überhaupt nichts mehr davon? Manchmal hilft es, den „Übeltäter“ nochmals ein paar Tage wegzulassen und ihn dann langsam wieder einzuschleichen. Beginnen Sie wirklich mit einer sehr, sehr kleinen Dosis, so dass sich die Pferde über ein paar Tage hinweg behutsam an die benötigte Dosis herantasten können.
10. Ab ins Gefrierfach
Je kälter das Futtermittel, desto dezenter wird sein Geruch. Bei ganz heiklen Futtermitteln kann man daher versuchen, sie in den benötigten Portionen einzufrieren und sie vor der Fütterung nur soweit aufzutauen, dass das Pferd sie „geruchlos-kalt“ zu sich nehmen kann.
Viel Erfolg beim Füttern wünscht Euch Euer MASTERHORSE-Team!



